Regionalliga Splitter: Aufstiegsspiele zur Regionalliga

Am morgigen Donnerstag empfängt der FC Bayern Alzenau, Vize-Meister der Hessenliga, den FK Pirmasens, Vizemeister der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar ab 14:00 Uhr im heimischen Stadion am Prischoß.

Alzenau sicherte sich in der Hessenliga den zweiten Tabellenplatz mit einer sehr starken Aufholjagd: Noch drei Spiele vor Ende der regulären Saison hatte man sieben Punkte Rückstand auf den TSV Lehnerz. Nachdem diese nur zwei Punkte aus den drei übrigen Partien erzielen konnten, schaffte es Bayern Alzenau mit neun Punkten und 18:2 Tore aus drei Spielen, den Rückstand aufzuholen und schließlich mit dem besseren Torverhältnis vorbeizuziehen. Mit einer Heimbilanz von 36 Punkten aus 16 Spielen sind sie die beste Mannschaft auf heimischen Platz der Hessenliga und haben außerdem den besten Torschützen der Liga mit Can Cemil Oezer (23 Tore) in ihren Reihen.

Der Gegner, FK Pirmasens, spielte ebenfalls eine starke Saison und wurde mit 79 Punkten hinter dem Ligaprimus und Überflieger der Saison FC 08 Homburg Zweiter. Mit einer sehr guten Offensive (97 Tore in 36 Spielen) konnte sich „die Klub“ den zweiten Platz auch gegen die U23 des 1. FC Kaiserslautern sichern, welche den dritten Rang in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar belegt. Ihr bester Torschütze, Dennis Krob (20 Tore) schnürte im letzten Saisonspiel in 60 Minuten ein Viererpack und wird für sie auch in den Aufstiegsspielen von wichtiger Bedeutung sein.

Im Vergleich der beiden Teams holte Pirmasens 2,16 Punkte/Spiel und damit mehr als Alzenau (2,06 Punkte/Spiel) in dieser Saison. Betrachtet man die letzten Begegnungen, scheinen beide eine ähnlich gute Form zu haben: Man holte in Alzenau 14 Punkte aus den letzten sechs Spielen, während Pirmasens mit 13 Punkten einen Punkt weniger erzielen konnte. Es bleibt abzuwarten, wie beide ihre gute Form morgen auf den Platz bringen können. Geleitet wird die Begegnung von Manuel Bergmann aus Erbach.

Cheftrainer Lottner bleibt an Bord: Der 1. FC Saarbrücken und sein Cheftrainer setzen die Zusammenarbeit über das Saisonende hinaus fort. Er unterschrieb diese Woche einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag. Unter seiner Führung gelang es in den letzten beiden Spielzeiten einmal den Saarlandpokal zu gewinnen und in dieser Saison die Meisterschaft in der Regionalliga Südwest zu erringen. Das Grundgerüst der Mannschaft steht und zusammen heißt es dann ab Ende Juni wieder in den Angriffsmodus zu schalten, damit der Sprung in die 3. Liga gelingt. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Dirk auch zukünftig zusammenarbeiten werden. Er hat in den letzten beiden Jahren einen großen Beitrag dazu beigesteuert, dass wir eine positive Entwicklung genommen haben. Daher ist jetzt der Blick nach vorne gerichtet und wir werden wieder angreifen“, so Vizepräsident Dieter Ferner zur Vertragsverlängerung. Trainer Lottner selbst sagte zur Vertragsverlängerung: „Für beide Seiten war es wichtig, dass schnellstmöglich Planungssicherheit herrscht, denn die Vorbereitungen für die neue Saison laufen bereits auf Hochtouren. In den letzten Wochen haben wir viel Wertschätzung erfahren für den Weg, den wir gegangenen sind. Da sind wir noch nicht am Ende und es freut mich sehr, dass ich weiter beim 1. FC Saarbrücken meinen Beitrag leisten kann, damit wir schnellstmöglich den Sprung zurück in Profibereich schaffen. Das Scheitern in der Relegation war und ist bitter, aber wir gehen mit Vollgas und Optimismus in die neue Saison, damit wir unsere gesteckten Ziele erreichen.“

Verein unterstützt Ermittlungen:Nach den Zuschauerausschreitungen während des beim Spielstand von 1:2 abgebrochenen Rückspiels in der Aufstiegsrunde zur 3. Liga gegen den KFC Uerdingen 05 hat der SV Waldhof Mannheim jetzt offiziell Stellung genommen und einen Maßnahmenkatalog verabschiedet. Schiedsrichter Patrick Ittrich (Hamburg) hatte die Begegnung wegen des mehrfachen Abbrennens und Werfens von Feuerwerkskörpern aus dem Waldhof-Block zunächst unter- und später abgebrochen. Die Begegnung wurde nun per Sportgerichtsurteil 0:2 für den KFC Uerdingen gewertet. „Der SV Waldhof Mannheim ist bestürzt über die Vorkommnisse beim Spiel gegen den KFC Uerdingen 05, die zu einem Abbruch geführt haben. Wir verurteilen das Fehlverhalten einer Gruppe von circa 50 Personen und bitten alle übrigen Besucher des Spiels um Entschuldigung für dieses Verhalten“, heißt es in der Stellungnahme: „Mit dem Abbrennen und Werfen von Pyrotechnik und Böllern haben diese Personen einen Spielabbruch bewusst und geplant herbeigeführt. Außerdem hat die Gruppe einen enormen wirtschaftlichen und immateriellen Schaden verursacht und vor allem eine Gefährdung anderer Zuschauer sowie von Ordnern und Spielern billigend in Kauf genommen. Der SV Waldhof distanziert sich in seiner Verantwortung für Zuschauer, Sicherheitskräfte und alle Beteiligten an unseren Fußballspielen von der Verwendung von Pyrotechnik und Böllern. Im Interesse unseres Vereins fordern wir die Gruppierung der ‚Ultras‘ auf, die Täter zu benennen.“ Der Verein hat nach eigenen Angaben mit der Stadt Mannheim, der Polizei und dem Deutschen Fußball-Bund bereits Kontakt aufgenommen, um die Ermittlungen und Aufarbeitung der Vorfälle zu unterstützen. Sollten sich unter den Tätern Vereinsmitglieder des SV Waldhof befinden, soll ein Ausschlussverfahren gegen sie eingeleitet werden. Um derartige Vorfälle zukünftig zu vermeiden, gibt es ab sofort einen Maßnahmenkatalog.

Kaderplanung fast abgeschlossen:Die Kaderplanungen beim SSV Ulm 1846 Fußball für die kommende Saison sind bereits weit fortgeschritten. Der ehemalige Bundesligist hat bereits elf neue Spieler unter Vertrag genommen. Mit David Hundertmark (20/zuvor SV Grödig, Österreich), Jerome Weisheit (19/VfB Stuttgart U19) und Christian Ortag (23/Stuttgarter Kickers) verpflichtete Ulm gleich drei neue Torhüter. Für die Innenverteidigerposition holte der SSV Lukas Hoffmann (21/SG Sonnenhof Großaspach) und Luis Grassow (19/FC Pipinsried). Mit Aron Viventi (21/TSG 1899 Hoffenheim U 23) und Nicolas Jann (26(FV Illertissen) stoßen zwei Außenbahnspieler zum Kader. Ebenfalls neu im Aufgebot sind die Mittelfeldspieler Lennart Stoll (22/SC Preußen Münster) und Adrian Beck (20/Neckarsulmer Sport-Union). Im Angriff sollen Kai Luibrand (24/Karlsruher SC) und Vitalij Lux (29/SpVgg Unterhaching), 13-maliger Nationalspieler von Kirgisistan, für Furore sorgen. „Wir sind mit der Zusammenstellung des Kaders sehr zufrieden. Mit dem einen oder anderen Spieler laufen zwar noch Gespräche. Die Kaderplanung ist aber fast abgeschlossen“, so Ulms Sportvorstand Anton Gugelfuß.

Komplettes Trainerteam verlängert:Der VfR Wormatia Worms und Steven Jones, welcher seit September 2015 als Cheftrainer im Amt ist, haben den zum 30. Juni 2018 auslaufenden Vertrag um zwei Jahre verlängert. Außerdem übernimmt Jones ab sofort – für den 2017 in den geschäftsführenden Vorstand gewählten Marcel Gebhardt – auch die Sportliche Leitung der Regionalligamannschaft. In der abgelaufenen Spielzeit hatte Jones die Wormatia zum Klassenverbleib und – als Verbandspokalsieger Südwest – in den DFB-Pokal geführt. Sportvorstand Marcel Gebhardt erklärt: „Steven arbeitet seit September 2015 mit großem persönlichem Engagement und Erfolg an der sehr anspruchsvollen Aufgabe, Regionalligafußball in Worms zu sichern und sportlich weiter zu entwickeln.“ Der erste Vorsitzende Tim Brauer sagt: „Steven Jones identifiziert sich seit Jahren in hohem Maße mit der Wormatia. Er lebt die Werte unseres Vereins in sportlicher und gesellschaftlicher Hinsicht und vertritt sie glaubhaft nach innen und außen.“ Steven Jones selbst betont: „Inzwischen sind es nun schon rund 17 Jahre enger Verbundenheit von mir zur Wormatia: Zuerst als Spieler, dann als Trainer der U23 und seit 2015 als Cheftrainer. Ich freue mich sehr über das Vertrauen der Vereinsverantwortlichen.“ Neben Cheftrainer Jones haben auch die Co-Trainer Max Mehring und Mario Cuc, Torwarttrainer Christian Adam sowie Spielbeobachter Werner Adler ihre Verträge verlängert. Dagegen verlassen vier Spieler den Verein. Die auslaufenden Verträge mit Torwart Mario Miltner, Rechtsverteidiger Ömer Yildirim, Defensivspieler Benjamin Himmel und Offensivakteur Ricky Pinheiro wurden nicht verlängert.

Stefano Maier zum West-Vizemeister:Kickers Offenbach kann ein weiteres Jahr mit Benjamin Kirchhoff planen. Der 23-jährige Innenverteidiger hat seinen Vertrag beim OFC bis zum 30. Juni 2019 verlängert. „Wir freuen uns, dass sich Benjamin für eine Vertragsverlängerung entschieden hat. Er wird in der kommenden Saison ein wichtiger Stabilisator und Organisator unserer Mannschaft sein“, sagt der künftige OFC-Cheftrainer Daniel Steuernagel. Kirchhoff ist bei Offenbach absoluter Leistungsträger. In der abgelaufenen Saison war der jüngere Bruder des ehemaligen Bundesligaprofis Jan Kirchhoff (27/jetzt Bolton Wanderers) 32-mal für den Ex-Bundesligisten am Ball. Neben Kirchhoff bleibt dem OFC mit Dennis Schulte (27) ein weiterer Abwehrspieler bis 2019 treu. Den Verein verlassen wird dagegen Verteidiger Stefano Maier. Der 25-jährige Defensivspezialist wechselt zum Regionalliga West-Vizemeister FC Viktoria Köln.

Ex-Profi Stevanovic bleibt:Die Kaderplanungen bei der SV 07 Elversberg machen weitere Fortschritte. So wird Aleksandar Stevanovic auch in der kommenden Saison das Trikot der Saarländer tragen. Der 26-jährige Mittelfeldspieler, dessen Kontrakt bei der SVE ursprünglich nach dieser Saison ausgelaufen wäre, verlängert an der Kaiserlinde und erhält einen leistungsbezogenen Einjahresvertrag bis zum 30. Juni 2019. Stevanovic, der vor seiner Zeit in Elversberg unter anderem für Schalke 04, Hansa Rostock und Werder Bremen im Einsatz war und dabei auf fünf Bundesliga-Spiele kam, war im zurückliegenden Sommer von Rostock nach Elversberg gewechselt. Aufgrund einer Meniskusverletzung war der 26-jährige Mittelfeldspieler zu einer langen Pause gezwungen, kam erst im Saisonendspurt wieder zum Einsatz. Neu in Elversberg ist der 25-jährige Abwehrspieler Mike Eglseder, der vom Nordost-Regionalligisten SV Babelsberg 03 kommt und einen Vertrag bis 2020 unterschrieben hat. Als erhoffte Verstärkung für die Außenbahn wechselt außerdem der 24-jährige Offensivspieler Sinan Tekerci vom Drittligisten FSV Zwickau nach Elversberg. Bei der SVE erhält der Deutsch-Türke einen Einjahresvertrag (plus Option). Ebenfalls neu zum Kader stoßen wird Offensivspieler Manuel Feil (21), der von der U21 des 1. FC Nürnberg aus der Regionalliga Bayern zur SVE wechselt. US-Boy Bryan Gaul (28) kehrt Elversberg dagegen den Rücken und wechselt zum Drittligisten FSV Zwickau.

Müller kommt aus England:Der FC Astoria Walldorf hat zur kommenden Saison Max Müller unter Vertrag genommen. Der 24-jährige Innenverteidiger war in den vergangenen beiden Jahren in der 4. Liga Englands am Ball. Zunächst spielte Müller für die Wycombe Wanderers, in der abgelaufenen Saison war er dann an den FC Morecambe ausgeliehen. Ausgebildet wurde er beim Karlsruher SC. „Ich habe mich für den FCA entschieden, weil ich aus persönlichen Gründen wieder in der Nähe meiner Familie sein wollte. Der Verein befindet sich sportlich auf einem sehr guten Niveau, besitzt eine nahezu perfekte Infrastruktur und bietet zusätzlich die Möglichkeit, sich durch Ausbildung oder Studium auf das Leben nach dem Fußball vorzubereiten“, so Müller.

FSV Frankfurt holt Koch und Straub:Der FSV Frankfurt hat Marco Koch verpflichtet. Der 22-jährige Mittelstürmer kommt vom Südwest-Absteiger TuS Koblenz und erhält einen Kontrakt bis Juni 2019. FSV-Präsident Michael Görner: „Wir freuen uns, mit Marco einen weiteren Spieler mit Regionalligaerfahrung verpflichtet zu haben. In den Gesprächen mit Marco habe ich den Eindruck gewonnen, dass er auch menschlich hervorragend in unser junges Team passt.“ Marco Koch kam in der abgelaufenen Saison auf insgesamt 29 Pflichtspieleinsätze für Koblenz, bei denen er fünf Tore erzielte und zwei Treffer vorbereitete. Neben Koch nahm der FSV auch Mittelfeldspieler Steffen Straub (23) vom Ligakonkurrenten VfR Wormatia Worms unter Vertrag.

mspw/rhu/30.05.2018