Der Trainernachwuchs des SCHD

Vor Kurzem legte der SC Hessen Dreieich-FSJler Faruk Redzic seine Übungsleiter-Prüfung im Hahn Air Sportpark Dreieich ab. Der 22-jährige ist nun offiziell ausgebildeter Trainer. Wir haben mit Faruk über seine Zeit als FSJler beim SC Hessen Dreieich und seine Ausbildung zum Übungsleiter gesprochen.

 

Faruk, du bist seit August 2015 als FSJler im SC Hessen Dreieich. Wieso hast du dich entschieden ein Freiwilliges Soziales Jahr zu machen und warum fiel die Wahl auf den SC Hessen Dreieich?

Nach der Schule wollte ich mich erst mal nicht festlegen, ob es mit einer Ausbildung oder einem Studium weitergehen sollte. In dieser Zeit habe ich von dem Angebot eines Freiwilligen Sozialen Jahres in einem Sportverein erfahren. Die Chance mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten hat mich sehr interessiert, weil ich schon in der Vergangenheit immer Spaß daran hatte. Die letztendliche Entscheidung für den SC Hessen viel mir nicht schwer, da ich selber hier als Spieler in der U23 aktiv war.

 

Wie kann man sich den Alltag eines FSJlers vorstellen? Was sind deine täglichen Aufgaben?

Der tägliche Ablauf des Arbeitens unterscheidet sich kaum von dem eines Mitarbeiters. Die Besonderheit liegt darin, dass ich große Teil meines Tages Kinder und Jugendliche im Verein oder in den Schulen und Kindergärten betreue und ihnen den Sport näher bringe. Vom Purzelbaum im Kindergarten bis zur Abseitsfalle im Fußball. Dabei nehmen wir FSJler eine Vorbildfunktion bei den Jungen und Mädchen ein und helfen ihnen damit, sie auf das weitere Leben vorzubereiten. Dieser Aspekt wird vor allem in den Fußballmannschaften deutlich. Unsere Aufgabe ist es den Jungs Disziplin und Ordnung nahezubringen und was noch wichtiger ist, den Umgang mit ihren Mitmenschen. Wenn dann noch Zeit ist, übernehme ich ein paar Aufgaben im Verein. Dazu gehört die Hilfe bei der Pflege des Sportparks oder die Spieltagsvorbereitung bei den Hessenligaspielen der 1. Mannschaft.

 

Zu deiner einjährigen FSJler-Zeit gehörten auch viele Seminare der Sportjugend Hessen und eine Lehrprobe. Wie darf man sich diese Ausbildung vorstellen?

In dem Jahr als FSJler nimmt man über das Jahr verteilt an fünf Seminaren teil. Die Inhalte während den Unterrichtseinheiten bereiten einen vor, auf was man bei Kindern und Jugendlichen zu achten hat und wie man dafür sorgt, dass sie etwas lernen und auch Spaß dabei haben. Aufgrund der Seminare hat man die Möglichkeit die Übungsleiterlizenz im Breitensport mit Schwerpunkt Kinder und Jugendlichen zu absolvieren. In den Seminaren kommen verschiedene FSJLer und BFDler (Bundesfreiwilligendienstler) aus ganz Hessen und verschiedensten Vereinen zusammen. Man trifft viele nette Leute und gewinnt den ein oder anderen Freund hinzu. An Dieser Stelle möchte ich Iman Hashempour grüßen!

 

Du bist ja während dem FSJ Co-Trainer der U15 und U17, jetzt hast du auch offiziell eine Trainerlizenz. Siehst du dich in Zukunft in der Rolle des Fußballtrainers?

Das stimmt. Mir macht es einfach Spaß mit Jugendlichen zusammen zu arbeiten und ihnen etwas beizubringen. Das ist für mich dann Hobby und Arbeit in einem. Deswegen hoffe ich, dass ich auch in Zukunft beim SC Hessen Dreieich als Jugendtrainer tätig sein kann.

 

Wie geht es denn für dich persönlich weiter nach dem FSJ, hast du schon Pläne?

Nach meinem FSJ im August werde ich erst mal studieren. Wer weiß wie ich mich als Trainer noch entwickeln kann. Ich habe auf jeden Fall vor mich in diesem Bereich weiterzubilden. Da ich selbst aber auch als Spieler noch das eine oder andere Ziel vor Augen habe, werde ich mich erst danach komplett auf das Trainerdasein konzentrieren.

 

Danke Faruk, für den Einblick in deinen Arbeitsalltag und die Ausbildung. Wir wünschen dir weiterhin viel Spaß bei deinem FSJ und gratulieren dir auch an dieser Stelle zur bestandenen Übungsleiter-Lizenz!