SC Hessen Dreieich empfängt Bayern Alzenau

Topspiel im Hahn Air Sportpark: Das Aufeinandertreffen der Spitzenteams aus Dreieich und Alzenau ist richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf.

Platz eins gegen Platz drei – mehr Info braucht es eigentlich nicht, um das Setting für das Topspiel der LOTTO Hessenliga am Freitag (02. Dezember, 19:30 Uhr) zu beschreiben. Und doch klafft zwischen den beiden Titelaspiranten schon kurz vor der Winterpause eine solch große Punktelücke, dass dem Spiel mit Blick auf die restliche Saison bereits vorentscheidender Charakter zukommen kann.

„Nach diesem Spiel werden wir wissen, wo wir wirklich stehen“, so SCHD-Trainer Rudi Bommer vor der Trainingseinheit am Mittwochabend. „Im Moment ist das noch unklar, trotz des vermeintlich klaren Vorsprungs. Es gibt noch eine komplette Rückrunde und man kann immer in ein Loch fallen. Sollten wir Alzenau aber am Freitag schlagen, weiß ich ungefähr wo die Reise hingeht.“

Das zu verhindern hat sich die Truppe von Trainer Angelo Barletta auf die Fahne geschrieben. Alzenau kommt mit dem Aufwind der Siege gegen die Spitzenteams Stadtallendorf und Rot-Weiss Frankfurt und hat nach der unglücklichen Hinspiel-Niederlage noch eine offene Rechnung mit den Dreieichern. „Wir wissen schon, dass die heiß auf uns sind, das spricht sich schnell ‘rum in der Hessenliga“, erwartet Bommer einen giftigen Gegner. „Aber auch wir werden gallig sein und freuen uns auf dieses Match.“

Bei der Vorbereitung des Spiels überlassen Bommer und sein Co-Trainer Ralf Weber nichts dem Zufall: „Wir haben Alzenau sehr genau beobachtet und stellen unsere Mannschaften gezielt auch auf Kleinigkeiten beim Gegner ein. Wir wollen nicht Gefahr laufen, durch Nachlässigkeiten die drei Punkte wegzuschenken. Alzenau hat vorne eine sehr gute Qualität, sie sind sehr schnell, spielen gut in die Schnittstellen der Abwehr. In der Vorbereitung und im Hinspiel haben wir uns bereits sehr schwer getan, wir müssen also hochkonzentriert agieren, sonst blüht uns das Gleiche wie Rot-Weiss, dann kommen wir unter die Räder.“

Personell kann Bommer aus dem Vollen schöpfen. Mit Ausnahme von Kapitän Niko Opper, der am Dienstag am Meniskus operiert wird, sind alle Mann am Bord. Und auch fußballerisch möchte der 59-Jährige wieder seine beste Version auf den Platz bringen. „Der Untergrund in Lehnerz und Urberach war schwer zu bespielen. Das kam unserem Kombinationsfußball nicht entgegen. Zuhause wird das anders aussehen“, so Bommer.

Anpfiff im Hahn Air Sportpark ist um 19:30 Uhr.

(mb)