Heimserie beendet? Auswärtsmisere beenden!

Die schmerzhafte Heimniederlage vom Mittwoch ist abgehakt, der Blick richtet sich nach vorne. Am Samstag geht es gegen den SC Viktoria Griesheim auf die Zielgerade der Saison.

Das Spiel gegen Rot-Weiss Frankfurt am vergangenen Mittwoch hatte schon Symbolcharakter: So unterschiedlich die zwei Halbzeiten liefen, so unterschiedlich präsentierte sich der SC Hessen über die gesamte Rückrunde. Mal hochkonzentriert, dominant und effektiv, dann wieder nachlässig, fahrig und fehlerhaft. Immerhin: Die kämpferische zweite Halbzeit entschädigte Trainer und Fans gleichermaßen und stellt den Anknüpfungspunkt für das Auswärtsspiel bei Viktoria Griesheim dar.

„Die erste Halbzeit war völlig verkorkst, da gibt es nichts schönzureden. Im zweiten Durchgang hätten wir mit ein wenig Glück und etwas mehr Entschlossenheit im Abschluss sogar in Unterzahl noch ein Unentschieden erreichen können. Diese Einstellung müssen wir ins Griesheim-Spiel mitnehmen. Die Jungs wissen, um was es geht“, konstatiert Cheftrainer Rudi Bommer mit Blick auf Samstag.

Teamgeist ist gefragt, zumal die Mannschaft auf den letzten Metern immer mehr am Stock geht. Die Liste der Ausfälle ist inzwischen um die Leistungsträger Khaibar Amani (Knöchel), Youssef Mokhtari (Leiste) und Danny Klein (Sperre nach gelb-roter Karte) angewachsen. Dazu kommen die Langzeitverletzten Zubayr Amiri, Toni Reljic, Tobias Grundler sowie Ralf Schneider. Angesichts von nur noch 17 einsatzbereiten Spielern, stellt sich der Kader also von alleine auf.

Ausreden weist Bommer allerdings von sich. Die Mannschaft habe genug Qualität um die Ausfälle zu kompensieren. Immer vorausgesetzt, man beherzige die fußballerischen Grundtugenden von Zweikampfbereitschaft, Konzentration und höchster Disziplin. Insbesondere auf der Torwartposition erwartet das Trainergespann eine Leistungssteigerung: „Ein Teil unserer Probleme zuletzt hat mit ganz hinten zu tun. Ähnlich wie gegen Seligenstadt waren die ersten drei Schüsse auch gleich drei Tore, da brichst du als Mannschaft weg. Unser Torwart macht im Moment nicht die glücklichste Figur“, so Bommer mit einem klaren Fingerzeig in Richtung Maurice Paul.

Dass nun ausgerechnet auswärts ein Dreier her muss, wo sich Dreieich in 2017 bislang so schwer tat, ist nicht gerade das beste Vorzeichen. Andererseits: Jede Serie reißt irgendwann. Rot-Weiss Frankfurt hat das mit Blick auf die beeindruckende Heimbilanz des SCHD bewiesen. Anstoß in Griesheim ist um 15 Uhr.

(mb)