Intakte „Hessen“ erwarten Waldgirmes

Der SC Hessen Dreieich befindet sich nach dem Sieg über Buchonia Flieden weiter im Höhenflug. Die vollen fünfzehn Punkte holte der Vorjahresmeister aus den vergangenen fünf Spielen. Gegen den SC Waldgirmes könnte am Freitag (29.09.) eine Bestmarke aus der vergangenen Saison egalisiert werden.

Für jeden Erfolg muss irgendwann ein Grundstein gelegt werden. Was die Meisterschaft des SC Hessen Dreieich in der Saison 2016/17 betrifft, findet sich dieser gleich zu Beginn der vergangenen Runde. Das Team von Rudi Bommer und Ralf Weber startete mit sechs Siegen in Folge und erarbeitete sich umgehend den Vorsprung, den sie am Ende bis ins Ziel retten sollten.

Das war dann und jetzt ist jetzt, von Parallelen will man am Bürgeracker jedenfalls nichts wissen. Warum auch, der Saisonstart 2017 gestaltete sich ungleich holpriger als der von 2016. Gleichwohl hat das Team inzwischen seinen Rhythmus gefunden, tritt auf dem Platz dominant auf und fährt die Früchte seiner Arbeit in Form von Punkten konsequent ein. Fünf Siege an der Zahl waren es zuletzt in Folge, einer noch, dann wäre der Rekord der letzten Saison eingestellt.

Solche Marken interessieren Rudi Bommer nicht. Entscheidend ist für ihn alleine was die Tabelle am Ende sagt. Augenblicklich steht dort der vierte Rang zu Buche (bei zwei Spielen weniger). Um weiter zu klettern, muss am Freitagabend der SC Waldgirmes besiegt werden. „Das ist ein Aufsteiger mit vielen spielerischen Möglichkeiten. Sie gehen gerne nach vorne und stellen ihren Torriecher unter Beweis. Sie verfügen über starke Spielkultur und sind in jeder Phase für ein Tor gut. Vielleicht wird es die erste Mannschaft der Saison sein, die gegen uns nicht vorrangig am eigenen Sechszehner steht, sondern ihr eigenes Spiel durchsetzen will“, so Bommer.

Ob der Gegner nun defensiv oder offensiv auftreten wird, an der Dreieicher Zielsetzung das Spiel zu machen, ändert das nichts. Wer am Spiel überhaupt teilnehmen kann, ist da schon eher die Frage, steht das Trainerteam doch vor der einen oder anderen Unklarheit. Sicher ist, dass die afghanischen Nationalspieler Khaibar Amani und Abassin Alikhil weiter ausfallen werden. Darüber hinaus ist der Einsatz von Alban Lekaj und Danny Klein aufgrund eines grippalen Infekts gefährdet. Zurückkehren wird dagegen Mittelfeldmann Daniel Henrich, der seine Rotsperre nach Notbremse gegen Lohfelden verbüßt hat und dem Trainergespann weitere Optionen im Mittelfeld beschert.

Für die Tore wird wohl wieder Tino Lagator zuständig sein, der zuletzt in Flieden mit einem Doppelpack glänzen konnte. Sehr zur Freude von Rudi Bommer: „Für Tino freut mich das sehr. Du brauchst als Stürmer Erfolgserlebnisse. Tino hatte in den letzten Wochen viel mit kleineren Blessuren zu kämpfen. Man hat gesehen, dass diese Treffer für ihn eine richtige Befreiung waren. Wichtiger ist aber, dass wir in der Lage sind, unsere Ausfälle in allen Mannschaftsteilen qualitativ zu kompensieren. Das greift im Moment.“

Dass die Mannschaft nicht nur fußballerisch gut funktioniert, sondern auch menschlich intakt ist, konnte man ebenfalls in Flieden beobachten. Die in eigener Regie angereisten verletzten und gesperrten SCHD-Spieler feierten Lagators Treffer jedenfalls gerade so, als ob sie ihn selbst erzielt hätten. Und auch der Torschütze selbst belegte am Donnerstag einmal mehr die Geschlossenheit der Mannschaft: „Die zwei Tore sind für mich ein Motiv so weiterzumachen und der Mannschaft zu helfen, den Weg in Richtung Tabellenspitze zu gehen.“

Am besten schon am Freitagabend gegen Waldgirmes. Anstoß ist um 19:30 Uhr.

(mb)