Vorsicht, Stolperstein: „Englische Woche“ startet in Vellmar

Der goldene Oktober hält einen vollgepackten Terminkalender für den SC Hessen Dreieich parat. Ganze sieben Pflichtspiele stehen in den kommenden vier Wochen auf dem Programm. Den Anfang macht das Auswärtsspiel beim Tabellenletzten aus Vellmar.

Es ist ein Duell mit ungleichen Vorzeichen: Während der SC Hessen Dreieich in der LOTTO Hessenliga von Sieg zu Sieg eilt und inzwischen, wie zuletzt beim 7:0 gegen den SC Waldgirmes, auch eine mehr als vorzeigbare Trefferquote aufweisen kann, wartet der OSC Vellmar noch immer auf den ersten Saisonsieg. Auf dem Papier sind die Rollen klar verteilt, doch gerade vermeintlich leichte Spiele erweisen sich gerne als fatale Stolpersteine.

Das weiß man auch beim SC Hessen. Das akribische Trainerteam, das ohnehin keinen Gegner auf die leichte Schulter nimmt, überließ auch diesmal nichts dem Zufall. Rudi Bommer und Ralf Weber haben den OSC beobachtet, analysiert und kommen zu einem klaren Ergebnis: Die Nordhessen sind besser als sie tabellarisch dastehen. Entsprechend warnt Bommer vor jeder Form von Überheblichkeit: „Im Moment sind wir vierter. Wir haben auch schon gepatzt. Es gibt also keinen Grund abzuheben. Wir müssen noch hart arbeiten, um oben ranzukommen. Das 7:0 gegen Waldgirmes war gut, klar, aber jetzt muss es aus den Köpfen raus. Der Fokus liegt auf Vellmar.“

Hierbei erwartet der 60-Jährige wieder einen defensiv ausgerichteten Gegner. „Für Mannschaften, die unten drin stehen, ist die Maxime, aus einer kompakten Abwehr heraus zu agieren. Das ist bei Vellmar nicht anders. Sie werden zuallererst versuchen, Tore von uns zu verhindern. Vorne wollen sie mit schnellem Umschaltspiel überraschen und mit Kontern Nadelstiche setzen. Wir sind dann also wieder beim Thema Geduld, Konzentration und Effizienz“, so Bommer.

Für die Umsetzung steht gegen Vellmar wieder Loris Weiss zur Verfügung, der nach seiner Rot-Sperre zurück in den Kader drängt. Bommer hat nun die Qual der Wahl, wenngleich die Dichte des Spielplans Rotationen nahelegt. So könnte zum Beispiel Zubayr Amiri, jüngstes Opfer der grassierenden Grippewelle beim SCHD, geschont werden, um am Freitag gegen Baunatal bei hundert Prozent zu sein.  Das gilt auch für Abassin Alikhil und Khaibar Amani, die wieder schmerzfrei trainieren konnten, aber wohl noch nicht gegen Vellmar zurückkehren werden.

Darüber hinaus wird es wohl nicht allzu viele Änderungen geben, das Gerüst steht. Ob es auch in Vellmar besteht, zeigt sich am Tag der Einheit. Anstoß ist um 15 Uhr.

(mb)