Dreieich mit Auswärtssieg in Frankfurt

Der SC Hessen Dreieich ist zurück in der Erfolgsspur: Gegen Rot-Weiss Frankfurt siegte das Team von Rudi Bommer und Ralf Weber am Samstagnachmittag mit 3:1. Die Tore erzielten Lagator (2) und Amiri.

Nach dem Spiel waren sich beide Trainer einig, der SC Hessen Dreieich nahm hochverdient bei der zuhause weiterhin sieglosen SG Rot-Weiss Frankfurt die Punkte mit auf die kurze Heimreise nach Dreieich. Bei Mario Baslers Heimdebüt verhinderte Keeper Shpirov sowie fünffaches Aluminium einen höheren Ausgang der Partie.

Die erste Aktion hatte der Gastgeber nach kaum einer Minute, nachdem ein verunglückter Abschlag in den Füßen von Ex-Dreieich Spieler Christian Pospichil landete. Der Kapitän der Frankfurter prüfte SCHD-Keeper Kleinheider, der aber keine Mühe hatte.

Die Gäste übernahmen fortan die Initiative und kontrollierten das Geschehen, konnten aber zunächst keinen zählbaren Nutzen daraus ziehen. Lagators Versuch in der 5. Minute landete am Pfosten, die nächste Möglichkeiten verpasste Weiss knapp (10.) und bei Lagators Direktabnahme war Shpirov auf dem Posten (17.). Der Frankfurter Keeper erwischte einen guten Tag und ging in den folgenden fünf Minuten als Sieger aus dem Privatduell mit Dreieichs Schnier hervor. Zweimal parierte der Mazedonier und fand einmal erneut im Aluminium einen treuen Verbündeten.

In der 38. Minute war es dann endlich soweit: Ein abgewehrter Schnier-Schuss landete über André Fließ bei Torjäger Lagator, gegen dessen wuchtigen Schuss aus 15 Metern selbst der Frankfurter Torsteher machtlos war. Mit der (zu) knappen Führung ging es in die Kabinen.

Nach der Pause, Zubayr Amiri kam für Marc Schnier in die Partie, verloren die „Hessen“ etwas den Faden. Henok Teklab tanzte knapp zehn Minuten nach Wiederbeginn die komplette Dreieicher Defensive aus, konnte Kleinheider mit seinem Schuss allerdings nicht in Verlegenheit bringen.

Nachdem man zwischenzeitlich in Person von André Fließ erneut nur den Pfosten getroffen hatte, konnte sich Teklab ein zweites Mal auf rechts gut in Szene setzen und Tetsu Horiuchis Ausgleich war die Quittung für die liegengelassenen Dreieicher Möglichkeiten.

Frankfurt hatte Blut geleckt und bot seinen Gästen im Offensivbestreben etwas mehr Raum, Dreieich investierte daraufhin mehr und erzwang sein Glück. André Fließ flankte von der linken Außenbahn einmal diagonal durch den Strafraum, und der eingewechselte Zubayr Amiri vollendete aus kurzer Distanz zur erneuten verdienten Führung (73.).

An alter Wirkungsstätte blieb André Fließ ein eigener Treffer zwar verwehrt, sein Schlenzer ins lange Eck landete erneut am Aluminium, dafür verdiente sich der Spielgestalter in der letzten Minute seinen dritten Assist. Der kurz zuvor eingewechselte Tim Fließ, der letzte Saison ebenfalls noch für „die Roten“ auf Punktejagd ging, chippte den Ball auf seinen Cousin André, dessen Querpass im Fünfmeterraum der freistehende Lagator nur noch einschieben musste (90.). Mit 3:1 entschied der SC Hessen Dreieich das Spiel am Ende für sich und fuhr nach zuletzt drei sieglosen Spielen in Folge einen verdienten „Dreier“ in Frankfurt ein.

Auf der Pressekonferenz zeigte sich Rudi Bommer vor allen mit der ersten Hälfte zufrieden: „Wir haben das Spiel kontrolliert und gut gestaltet. In der zweiten Hälfte haben wir teilweise etwas durcheinander gewirkt, das bin ich von meiner Mannschaft nicht gewohnt. Die Gastgeber hatten kurz vor Ende die Ausgleichmöglichkeit, Pierre Kleinheider bewahrte uns da vor dem Ausgleich.“ Der Gästecoach fand auch zu Baslers Engagement in der 5. Liga ein paar Worte und merkte an, er wünsche sich, dass mehr ehemalige Profis den Weg Baslers gehen würden, um sich im Geschäft zu etablieren. „Der Liga tut diese Aufmerksamkeit auf jeden Fall gut.“

Rot-Weiss-Coach Basler gratulierte Bommer zum „hochverdienten Sieg“, stellte aber klar: „Der SC Hessen Dreiech ist aktuell keine Mannschaft mit der wir uns messen können. Wir müssen unsere Punkte aktuell gegen andere Gegner holen.“ Die Qualität des SCHD hob Basler besonders hervor, er „drücke seinem Kollegen Bommer die Daumen den Aufstieg realisieren zu können.“

(SG)