Eiskalte Punkte aus Nordhessen

Verdienter Auswärtserfolg in Nordhessen: Trotz schwerer Bedingungen bei Minusgraden setzte sich die Bommer-Truppe mit 0:5 beim FSC Lohfelden durch.

Dass es ein schwieriges Spiel im Eisschrank von Lohfolden werden sollte, war allen Beteiligten klar. Daher erinnerte Trainer Bommer seine Spieler kurz vor Beginn der Partie noch einmal an das, worauf es seiner Meinung nach ankommen würde: „Wir müssen heute versuchen, es nicht nur spielerisch lösen zu wollen, sondern von Beginn an vor allem kämpferisch dagegen halten.“ Seine Mannen hatten ihm zugehört und so sahen die wenigen Beobachter bei Eiseskälte einen hart umkämpften Beginn.

Nach 10 Minuten startete die erste Drangphase des Spitzenreiters, Lagator legte den Ball für André Fließ auf, sein Kopfball verfehlte das Ziel nur knapp. Drei Minuten später die nächste Chance, Abassin Alikhil wurde schön freigespielt, sein Versuch war aber zu unplatziert. Kurz darauf verpasste der einschussbereite Loris Weiss eine Hereingabe von Fließ ebenfalls nur knapp.

In der 17. Minute war es dann soweit: Loris Weiss zog aus der Distanz ab, Keeper Orth konnte parieren, aber  seine Abwehr war zu kurz. Tino Lagator war dort zur Stelle, wo ein Torjäger sein muss, und schob zur verdienten Führung ein.

Dreieich kontrollierte jetzt das Geschehen, konnte aber (noch) nicht nachlegen. Nach Alban Lekajs tollem Ballgewinn in Minute 28 kam das Spielgerät über Weiss zu Zubayr Amiri, dessen Schuss jedoch stark pariert wurde. Eine Minute später ein sehenswerter Doppelpass zwischen Fließ und Lagator, dessen Versuch knapp das Ziel verfehlte. Mit der minimalen 0:1-Führung ging es dann letzlich in die Kabinen.

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff konnte der Ligaprimus dann endlich nachlegen. Weiss zog ab, erneut konnte Orth parieren, der Ball landete bei Fließ und sein satter Schuss außerhalb des Sechszehners schlug unhaltbar zum 0:2 ein.

Weitere Chancen durch Amiri (62.) und Lagator (67.) blieben ungenutzt. So kamen die Nordhessen besser ins Spiel. Doch entweder war der Dreieicher Keeper Pierre Kleinheider  zur Stelle (72.) oder es fehlte der Velte-Truppe an Präzision im Abschluss.

In den letzten sieben Minuten wurde dann das nachgeholt, was die Bommer-Truppe in der ersten Hälfte noch vergessen ließ: das Tore-Schießen. In der 83. Minute eröffnete der zehn Minuten zuvor für Lagator eingewechselte Yves Böttler eine furiose Schlussphase. Der Ball landete bei Weiss, der legte quer auf den einschussbereiten Böttler. Mit dem 0:3 war die Entscheidung endgültig gefallen. Die Bommer-Elf wollte jedoch mehr. Amiri krönte vier Minuten später mit seinem Tor zum 0:4 ein erneut starkes Spiel.

Die letzte Aktion war schließlich dem lange verletzten Toni Reljic vorbehalten, der André Fliess in der 81. Spielminute ersetzte. Damit waren sage und schreibe 470 Tage zwischen seiner schweren Verletzung und seinem ersten Saisontor vergangen. Ein erfreulicher Schlusspunkt hinter einem letzlich verdienten Auswärtserfolg.

(sg)