Erster Matchball in Alzenau – Opper verlängert

Der SC Hessen Dreieich kann schon am Samstag die Landesmeisterschaft 2018 unter Dach und Fach bringen. Die Ausgangslage ist vielversprechend, mit dem FC Bayern Alzenau steht allerdings noch ein echter Hochkaräter im Wege.

 Die Marke von 70 Punkten, die ihnen im vergangenen Jahr zum Titelgewinn reichte, haben die Mannen von Rudi Bommer und Ralf Weber bereits drei Spieltage vor Schluss überboten. Diesmal reicht das allerdings noch nicht, um die Sektkorken bereits knallen zu lassen. Trotzdem ist die Stimmung in und um die Mannschaft herum ausgezeichnet. Ein einziger Punkt muss noch her, dann ist der Aufstieg in die Regionalliga Südwest auch rechnerisch beschlossene Sache. Das soll am Samstag in Alzenau gelingen.

„Wir sind total fokussiert. Beim Training heute Morgen hat sich die Mannschaft gut drauf präsentiert und viel Spielfreude auf den Platz gebracht. Die Jungs wollen’s wissen. Sie wollen unbedingt am Wochenende den Sack zumachen“, berichtet Chefcoach Rudi Bommer nach der jüngsten Einheit. Dass Bayern Alzenau aufgrund der drastisch geschwundenen Aufstiegschancen die Arme herunternehmen wird, ist für den 60-Jährigen jedoch ausgeschlossen: „Das ist ein harter Brocken. Ein Derby hat auch immer etwas Besonderes, es ist immer heiß in Alzenau. Von daher sind wir konzentriert und werden versuchen, unser Spiel wie gewohnt durchzubringen.“

Verzichten muss der Tabellenführer dabei auf die Dienste von Leistungsträger Loris Weiss, der aufgrund einer Syndesmoseband-Verletzung den Rest der Saison verpassen wird. Seine Position wird voraussichtlich Marc Schnier übernehmen, der bereits am vergangenen Wochenende gegen Hadamar für Weiss ins Match kam und in dessen Part zu überzeugend wusste. „Vorne haben wir insgesamt sehr gute Qualität, so dass wir diesen Ausfall kompensieren können. Marc hat das gegen Hadamar gut gemacht und auch im Training richtig Gas gegeben“, so Bommer.

Fehlen werden den Dreieichern ferner Jörn Kohl (beruflich verhindert) sowie die verletzten Julian Dudda, Joshua Smith und Nikola Mladenovic. Erfreulich ist dagegen die Rückkehr von Tim Fließ, der zuletzt noch gegen Hadamar aufgrund beruflicher Pflichten ausgesetzt hatte. Die schönste Personalie der Woche stellt allerdings Niko Opper dar: Der Kapitän verlängerte seinen Kontrakt um zwei weitere Jahre bis Sommer 2020, sehr zur Freude des Coaches: „Wir arbeiten seit zweieinhalb Jahren als Trainer mit Niko zusammen. Er geht als Kapitän stets voran, fußballerisch hat alles Hand und Fuß, was er aus der Defensive herausspielt, und auch auf der charakterlichen Ebene ist er top. Er hält das Team zusammen, auch außerhalb des Platzes. Es ist sehr wichtig für uns als Trainer, ihn als verlängerten Arm zu haben.“

Viel Grund zur Freude also für Bommer, der in dieser Woche auch die ersten Neuzugänge für die neue Saison bekanntgeben konnte. Jetzt fehlt nur noch das i-Tüpfelchen mit der gelungenen Titelverteidigung. Anstoß in Alzenau ist um 15 Uhr.

(mb)