Regionalliga Splitter: Rückblick erstes Aufstiegsspiel

Am gestrigen Donnerstag fand im Städtischen Stadion am Prischoß in Alzenau das erste Aufstiegsspiel zwischen FC Bayern Alzenau und FK Pirmasens statt. Die beiden Vize-Meister der Hessenliga beziehungsweise Oberliga Rheinland/Pfalz-Saar duellierten sich vor einer zahlreichen Kulisse von etwa 2.000 Zuschauern. Endergebnis der Partie war ein 0:0-Unentschieden.

Zu Beginn des Spiels merkte man beiden Mannschaften die Nervosität ein wenig an. Die Partie spielte sich größtenteils zwischen den Strafräumen ab, große Torraumszenen gab es in der Anfangsphase nicht. Generell kam es in der ersten Halbzeit zu der ein oder anderen gefährlichen Halbchance auf beiden Seiten, zwingend agierten die Offensivreihen beider Teams allerdings noch nicht. Sehr auffällig war nach seiner Einwechslung in der 23. Minute (verletzungsbedingter Wechsel) Aret Demir von Alzenau, der das Spiel des FC positiv prägte.

Nach der Halbzeitpause wurde der FC Bayern Alzenau stärker. Die ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel dominierten sie und drängten den FKP in die eigene Hälfte. Aufgrund eines Gewitters kam es in der 57. Spielminute zu einer Spielunterbrechung von etwa 20 Minuten. Auch nach dieser Unterbrechung war Alzenau die spielbestimmende Mannschaft und kam durch Torjäger Özer zu einer richtig guten Gelegenheit: Sein Schuss wurde allerdings abgeblockt. In der Schlussviertelstunde ergab sich allerdings auch die ein oder andere Möglichkeit für Pirmasens: In der 78. Spielminute scheiterte Christian Grimm alleine vor FC-Torwart Takidis.

Kurz vor Ende der Begegnung sah der eingewechselte Demir durch ein rüdes Spiel die rote Karte und wird damit im Auswärtsspiel gegen FC 08 Villingen fehlen. Aufgrund des 0:0 treffen nun im zweiten Spiel Villingen auf Alzenau und in der letzten Begegnung Pirmasens auf Villingen.

 

 

Ausblick zweites Aufstiegsspiel:

Alzenau in Villingen: beide Mannschaften unter Zugzwang

 

Am Sonntag kommt es ab 14:00 Uhr im Rahmen der Aufstiegsrunde in die Regionalliga Südwest zur zweiten Begegnung zwischen dem FC 08 Villingen und FC Bayern Alzenau. Aufgrund des Unentschiedens in der ersten Partie sieht es für die beiden Vize-Meister folgendermaßen aus:

Der FC 08 Villingen wird punkten müssen. Verlieren die Südbadener, hat der FC Bayern Alzenau vier Punkte und ist damit uneinholbar vor ihnen. Bei einem Sieg oder einem Unentschieden stehen ihnen in der letzten Begegnung beim FK Pirmasens alle Chancen offen, in die Regionalliga Südwest aufzusteigen.

Für Bayern Alzenau muss fast ein Sieg her, möchten Sie noch Chancen auf den Aufstieg wahren. Bei drei Punkten am Sonntag kann es wiederum unter Umständen auch auf das Torverhältnis zwischen ihnen und Pirmasens ankommen. Bei Unentschieden müssen sie auf ein Unentschieden im letzten Spiel hoffen und bei einer Niederlage besteht keine Chance mehr, den Aufstieg zu erreichen.

Für den FC 08 Villingen ist es das erste Spiel in der Aufstiegsrunde. Sie erzielten in der Oberliga Baden-Württemberg den zweiten Tabellenplatz mit 71 Punkten aus 34 Spielen und einem Torverhältnis von 73:31. Die Südbadener haben in den Aufstiegsspielen demnach die Möglichkeit, den direkten Durchmarsch von der Verbandsliga Südbaden in die Regionalliga Südwest zu schaffen. Ihre Form ist ordentlich: In den letzten elf Partien der Oberliga Baden-Württemberg musste man nicht eine einzige Niederlage hinnehmen. Eine solche nahmen sie allerdings im Pokalfinale des Südbaden-Pokals am 21. Mai gegen den Verbandsligisten SV Linx hin. Daher darf man gespannt sein, welche Leistung sie übermorgen an den Tag legen. Eines ist jedoch klar: Verlieren darf man nicht.

Das Motto des FC Bayern Alzenau gab deren Trainer, Angelo Barletta, direkt nach dem gestrigen Spiel bekannt: „Wir werden uns schütteln und am Sonntag alles raushauen.“ Nach dem Punktgewinn war man ein wenig enttäuscht, da man einen Sieg gebraucht hätte, um im letzten Spiel nochmals am Spielgeschehen beteiligt sein zu können. Es ist aber noch nichts verloren für den FC. Negativ für die diesjährigen Teilnehmer der Hessenliga ist die rote Karte von Aret Demir. Der mit auffälligste Akteur im ersten Spiel wird ihnen in Villingen schmerzlich fehlen.

Die Partie wird geleitet von Schiedsrichter Patrick Kessel aus Norheim. Sascha Fischer und Marcel Mai assistieren ihm.