Briefe aus dem Trainingslager: Tag 2 in Celle

Unser Fotograf und ehrenamtlicher Helfer Ingo Lankes ist als Beobachter ins Trainingslager mitgereist. In unserer kurzen Serie Briefe aus dem Trainingslager berichtet er täglich aus Fan-Sicht von der Saisonvorbereitung in Niedersachsen. Dabei steht nicht ausschließlich das Sportliche im Mittelpunkt, sondern darüber hinaus auch das Innenleben der Mannschaft und Eindrücke vor Ort.

Celle (Niedersachsen), 6. Juli 2018

Der zweite Tag im Trainingslager in Celle überraschte: Der Himmel war bewölkt und das Thermometer zeigte kalte 14 Grad an. Um 07.20 Uhr begann der Tag für das Team mit einem halbstündigen Lauf, Co-Trainer Ralf Weber begleitete die Mannschaft. Daraufhin hatte das Team ca. 45 Minuten für sich. Bei einem ordentlichen Frühstücksbuffet konnten die Spieler Energie für den weiteren Tag tanken. Zudem gab es auch heute eine Terminliste, in der die Spieler die Zeit für die Physiotherapeutinnen eintragen konnten.

Gegen 10.20 Uhr ging es mit Lauf- und Fußballschuhen zum ersten Training des zweiten Tages auf das Sportgelände des SSV Groß Hehlen. Wohlbemerkt zu Fuß wurde der Kilometer bewältigt. Leider setzte nun stärkerer Regen ein, die Stimmung blieb dennoch fantastisch. Trainer Bommer, Co Weber und Gregor Wojtech beobachteten, wie die Übungen von den Spielern umgesetzt wurden und Volker Becker ließ die Torleute schwitzen.

Die Übungen wirkten von außen sehr anstrengend, dennoch wurde viel geflachst. Es wird Menschen geben, die in Bommer und Weber in erster Linie ehemalige Nationalspieler und Profis sehen. Doch das ist zu einfach. Auch hier im Trainingslager wird deutlich, dass dies nicht alles ist. Das Trainerteam schafft es par excellence die richtige Mischung zwischen harter Arbeit und Lockerheit zu finden und ich habe das Gefühl, dass das Team ihnen aufs Wort vertraut.

Rudi und Ralf zeigten den Spielern in jeder Einheit Lösungsmöglichkeiten auf, taktisch wie spielerisch. Ich denke, dass hinter den Erfolgen der vergangenen Jahre physisch und psychisch sehr harte Arbeit steckt – und dass die Mannschaft mitzieht. Das ist wirklich beeindruckend. Hier im Trainingslager wird das noch deutlicher als auf dem Trainingsplatz.

Dem zweistündigen Training folgten eine kurze Ruhezeit und danach das Mittagessen. Ab 15 Uhr wurden die Spieler von den Physiotherapeutinnen Carlotta und Vanessa durchgeknetet und behandelt. Bis zum nächsten Training um 17 Uhr war ansonsten Ruhepause, bzw. wurde den Spielern die Zeit zur freien Verfügung gestellt.

Mit Beginn der dritten Einheit zeigte sich die Sonne wieder. Dieser Abschnitt war geprägt von Technik und Taktik. Zunächst gab es Läufe, dann Techniktraining und später verschiedene Spielsituationen und Laufwege, welche einstudiert wurden. Trotz des Zirkeltrainings am Mittag ließ keiner nach, niemand fiel ab. Die Sprints nach einem Ballverlust belegten dies. Der Biss, den die Mannschaft in diesem Trainingslager zeigt, kann gerne mit in die neue Saison genommen werden. Jeder kämpft für jeden, das ist deutlich zu erkennen.

Zum Schluss gab es noch ein Spiel von 16er zu 16er. Der Eindruck von heute unterstreicht den Eindruck von gestern. Es wird sehr hart und lange gearbeitet, um die Mammutaufgabe Klassenerhalt in der kommenden Saison tatsächlich zu erreichen.

Letztlich bleibt noch zu sagen, dass nicht nur die Arbeit auf dem Platz sehr gut organisiert und geplant ist. Nein, auch die Unterkunft ist optimal ausgewählt. In der Summe ist dieses Trainingslager ein wichtiges Steinchen im Mosaik Regionalliga.

Rot-weiße Grüße

 

Euer Ingo