2:2 gegen die Wölfe: SC Hessen überzeugt in Niedersachsen

Es war der erste richtige Härtetest der Saisonvorbereitung und der SC Hessen Dreieich hat ihn überzeugend gemeistert: Gegen die U 23 des VfL Wolfsburg zeigte der Regionalliga-Aufsteiger insbesondere im ersten Durchgang eine starke Leistung, am Ende stand ein 2:2-Unentschieden zu Buche.

Rudi Bommer veränderte seine Startelf im Vergleich zum Sieg in Kalbach auf drei Positionen: Klein, Özer und Hagley kamen für Amiri, Teklab und Fließ. Die Partie begann munter, der SC Hessen konnte nach wenigen Minuten durch einen Kopfball von Klein die erste Chance verbuchen. Die Führung dann aber kurz darauf für die Gastgeber: Theodosiadis spielte im Aufbau einen Querpass in die Beine des Gegners, die Wölfe sagten danke und vollstreckten in Gestalt von El-Haibi zum 1:0 (7.).

Die Antwort der Hessen ließ aber nicht lange auf sich warten: Nach einer guten Kombination mit Ball in die Tiefe kam Lagator zum Kopfball, das Spielgerät landete bei Alikhil auf der linken Seite und dessen Flanke veredelte Klein ins lange Eck. Das 1:1 nach 18 Minuten hatte bis zur Halbzeit Bestand, obwohl die Gäste eine starke Partie zeigten und in den ersten 45 Minuten die besseren Chancen auf ihrer Seite hatten. So scheiterte Özer mit einem Abschluss an der Querlatte und bald darauf mit einem Fernschuss an Wolfsburgs Keeper Pellatz, der auch einen Seitfallzieher von Lagator zu entschärfen wusste.

Im zweiten Durchgang wurde auf beiden Seiten kräftig durchgewechselt, was sich auf den Spielfluss auswirkte. Der SC Hessen blieb gleichwohl am Drücker und konnte durch einen Böttler-Kopfball nach einer präzisen Flanke des ebenfalls eingewechselten Henrich erstmals in diesem Match in Führung gehen (62.). Danach übernahmen die Wölfe das Kommando, drückten die Gäste zusehends in die eigene Hälfte, ohne dabei aber zwingende Chancen zu produzieren. Mit fortlaufender Partie machten sich bei der Bommer-Elf die Strapazen der intensiven Trainingseinheiten bemerkbar und die Kräfte schwanden. So konnte der VfL in der 88. Minute noch den Ausgleich erzielen.

Trotz des späten Gegentreffers zeigte sich SCHD-Trainer Rudi Bommer mit dem Test zufrieden: „Mit dem 2:2 können wir gut leben, die Jungs haben sich hier super verkauft. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir richtig stark gespielt. Wolfsburg II ist ein ambitionierter Regionalligist, der uns ordentlich gefordert hat. Meine Jungs haben alles gegeben und sind an ihre Grenzen gegangen. Man darf die Hitze und die schweren Beine vom Trainingslager dabei nicht außer Acht lassen. Es war ein guter Test“, so der Chefcoach, der die Begegnung aber nicht als Standortbestimmung verstanden wissen will: „Dafür ist es noch zu früh.“

(mb)