Auf zu neuen Ufern – Mitstreiter im Fokus Teil 3

Nur noch eine gute Woche, dann ist es endlich soweit: Erstmals in seiner noch jungen Vereinsgeschichte beginnt für den SC Hessen Dreieich das Abenteuer Regionalliga Südwest. In einem Feld voller ehemaliger Erst- und Zweitligisten stehen dem SCHD viele interessante Duelle vor zahlreichen Zuschauern bevor. In unserer neuen Serie „Auf zu neuen Ufern“ nehmen wir das Starterfeld in der Regionalliga genauer unter die Lupe und stellen euch unsere Mitstreiter kurz vor. Heute in Teil 3 unserer Serie: Waldhof Mannheim, SC Freiburg II, TSG Hoffenheim II, der SSV Ulm und der FK Pirmasens.

Waldhof Mannheim:

Im nördlichen Oberrheingebiet an der Mündung zwischen Rhein und Neckar, liegt die baden-württembergische Großstadt Mannheim, in der rund 300.000 Menschen leben. Die Universitätsstadt inmitten des Dreiländerecks von Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist neben Eishockey- und Handballhochburg auch ein bekannter Schauplatz für Fußball, der vor allem durch den SV Waldhof Mannheim auf überregionaler Ebene repräsentiert wird. Insgesamt 7 Jahre Erstligazugehörigkeit und 20 Jahre in Liga 2 hat der Verein seit 1963 vorzuweisen und brachte mit Uwe Rahn, Christian Wörns und Hanno Balitsch mehrere ehemalige Nationalspieler raus. Doch nicht nur in den beiden höchsten deutschen Spielklassen, sondern auch in der Regionalliga ist der Verein durchaus erfolgreich, wenngleich er die letzten drei Jahre stets knapp in der Relegation zur 3. Liga scheiterte und zuletzt im Mai gegen den KFC Uerdingen das Nachsehen hatte. Mit Valmir Sulejmani von Hannover 96 verpflichtete der Waldhof zur neuen Saison einen ehemaligen Bundesligaspieler, der von 2013 bis 2016 insgesamt 10 Spiele in Deutschlands höchster Spielklasse absolvierte und dabei unter anderem gegen den FC Bayern München in der Allianz-Arena spielte. Seine Heimspiele bestreitet das Team von Trainer Bernhard Trares im Mannheimer Carl-Benz-Stadion, in dem rund 25.700 Fans dem SV Waldhof zujubeln können. Ein guter Rahmen für eine besondere Atmosphäre, die unseren SC Hessen Dreieich bereits am dritten Spieltag im aktuell größten Stadion der Regionalliga Südwest erwarten könnte.

SC Freiburg II:

Die an der Dreisam zwischen Weinreben und den bewaldeten Bergen des Schwarzwalds gelegene Großstadt Freiburg ist nicht nur durch ihren Münster oder das „Bächle“ in der Fußgängerzone bekannt, auch die Bundesliga gibt sich im Freiburger Schwarzwaldstadion alle 14 Tage ein Stell-Dich-Ein. 18 Jahre Bundesliga, ein DFB-Pokal-Halbfinale und vier Europa-League-Saisons kann der SCF in seiner Historie vorweisen. Auch die Zweitvertretung des SC Freiburg ist – abgesehen von einem Durchhänger in der Saison 2015/16 und einem folgenden Abstieg – regelmäßig in der vorderen Hälfte der Regionalliga Südwest vertreten und gilt als eine der besten U23-Mannschaften in ganz Deutschland. Seine Heimspiele trägt die Reserve des SCF im 5.400 Zuschauer fassenden Freiburger Möslestadion aus, das im Jahre 1922 mit einem Spiel gegen die Stuttgarter Kickers eröffnet wurde. Prominentester Spieler im Team von Trainer Christian Preußer ist der defensive Mittelfeldspieler Ivica Banovic, der für Freiburg, Nürnberg und Bremen rund 150 Bundesligaspiele absolvierte und mit letzteren 2004 sogar die Deutsche Meisterschaft feierte. 26 DFB-Pokal-, 2 Europa-League-, 160 Zweitliga- und viele weitere Spiele komplettieren Banovics Bilanz, der somit eine Menge Erfahrung mitbringt.

TSG Hoffenheim II:

Auch bei unserer dritten Station bleiben wir im Bundesland Baden-Württemberg. Nur unweit von Sinsheim, in der Hügellandschaft des Kraichgaus, liegt der 3.000-Seelen-Ort Hoffenheim, der durch den Fußball internationale Bekanntheit erlangte. Der hier ansässige Heimatverein TSG 1899 Hoffenheim sorgte im Jahre 2008 bundesweit für Furore, nachdem er innerhalb von acht Jahren von der sechsklassigen Verbandsliga in die 1. Fußball-Bundesliga aufgestiegen war. Auch die Reserve des Bundesligaclubs legte einen ähnlichen rasanten Aufstieg hin. So befand sich die TSG Hoffenheim II im Jahre 1998 noch in der Kreisliga B, ehe – begünstigt durch das Engagement des Mäzens Dietmar Hopp – bis ins Jahr 2010 eine erstaunliche Aufstiegstour einsetzte. Seitdem konnte sich das Team von Trainer Marco Wildersinn unter den Top-Ten der Regionalliga Südwest etablieren und belegte in der vergangenen Saison einen guten 6.Platz. Ihre Heimspiele trägt die Zweitvertretung des Champions-League-Teilnehmers im örtlichen Dietmar-Hopp-Stadion aus, das insgesamt 6.350 Plätze vorzuweisen hat. Der Verteidiger Robin Szarka ist mit nur 26 Jahren ältester Spieler im Kader der „kleinen TSG“ und kann neben 115 Einsätzen in der Regionalliga-Südwest, auch mehr als 70 Drittligaeinsätze sowie drei Bundesligaspiele für die TSG Hoffenheim aus dem Jahr 2013 vorweisen.

SSV Ulm 1846:

An der schönen blauen Donau zu Fuße des höchsten Kirchturms der Welt liegt 124.000-Einwohner-Stadt Ulm, die vor allem durch ihren 162 Meter hohen Münster bundesweit bekannt ist. Nicht nur für Touristen, auch für unseren SC Hessen ist die Stadt Ulm zur nächsten Saison ein spannendes Reiseziel, wenn wir beim hier ansässigen Fußballclub SSV Ulm gastieren, der einst Größen wie Uli Hoeneß oder Anton „Toni“ Turek in seinen Reihen hatte. Acht Jahre in der 2.Bundesliga und sogar ein Jahresintermezzo in der Bundesliga aus der Saison 1999/2000 stehen in der Vita des Ulmer Traditionsclubs, der am 18. August 2018 schon ein echtes Highlight erwartet. Zum Spiel des Jahres empfängt der Regionalligist aus Baden-Württemberg dann in der ersten Runde des DFB-Pokals den Pokalsieger aus Frankfurt und möchte alles versuchen der Eintracht gleich zu Beginn der Saison ein Bein zu stellen. Wie alle Heimspiele der „Spatzen“ findet auch dieses Duell im Ulmer Donaustadion statt, das insgesamt 19.500 Plätze vorweisen kann. Der Ex-Bochumer und ehemalige Offenbacher Thomas Rathgeber kann mit 156 Drittliga-, 18 Zweitliga- und einem Bundesligaeinsatz eine Menge Erfahrung vorweisen und somit eine wichtige Stütze für Ulms neuen Trainer Holger Bachthaler werden.

FK 03 Pirmasens:

Nachdem wir nun viermal in Baden-Württemberg unterwegs waren, sind wir nun wieder in Rheinland-Pfalz angekommen. Zwischen französischer Staatsgrenze und den Höhen des Pfälzerwaldes liegt die 40.000-Einwohner-Schuhmetropole, die den Aufsteiger FK Pirmasens beheimatet. Erst Anfang Juni konnte der 1903 gegründete Verein die Aufstiegsrelegation zur Regionalliga für sich entscheiden und nach einem Jahr Abstinenz die Rückkehr in die Viertklassigkeit feiern. Von 2. Bundesliga bis Landesliga hat der Verein in seiner Historie nahezu alle Klassen durchlaufen und war dabei insgesamt 16 Jahre in der Regionalliga-Südwest aktiv. Seit 14 Jahren kann die Mannschaft von Trainer Peter Tretter den Pirmasenser Sportpark Husterhöhe sein Zuhause nennen, der im September 2004 mit dem Spiel FK Pirmasens gegen Kaiserslautern II eröffnet wurde. 10.000 Zuschauer finden im städtischen Stadion Platz, das seit seiner Eröffnung Austragungsort von fünf DFB-Pokalspielen war. Neuster Zugang des FKP (Stand 14.7.18) ist der luxemburgische Nationalspieler Florian Bohnert, der mit 20 Jahren bereits 11 A-Länderspiele für sein Land absolvierte und in der WM-Qualifikation gegen Bulgarien im September 2016 sein erstes Tor für Luxemburg erzielen konnte. Bohnert wechselte zur neuen Saison von Schalke 04 II aus der Regionalliga West in die Schuhstadt und absolvierte mit seinen jungen Jahren bereits viele Spiele in der A-Junioren Bundesliga sowie in der Regionalliga West.

(tw)