Gesichter und Geschichten – Das Team hinter dem Team: Der Stadionsprecher

In unserer Serie Geschichten und Gesichter – das Team hinter dem Team stellen wir die Leute vor, die dem SC Hessen Dreieich hinter den Kulissen Leben einhauchen. Von der Verwaltung über das Funktionsteam bis zu unseren ehrenamtlichen Helfern. Im dritten Teil der Serie kommt unser neuer Stadionsprecher Jonas Schulte zu Wort.

Erzähl doch mal ein wenig über dich!

Jonas: Jonas Schulte ist mein Name, ich bin frische 30 Jahre alt und von Beruf Journalist. Ich arbeite beim Hessischen Rundfunk, insbesondere beim Radiosender hr1, in ganz verschiedenen Positionen. Als Sendungsredakteur, als Reporter und als Studioexperte für Internetthemen. Privat bin ich viel als Groundhopper unterwegs und habe bislang 412 Grounds besucht. Ich blogge auf Facebook, Youtube, Instagram und auf einer eigenen Seite, auf der ich davon berichte, wie ich auf den verschiedenen Grounds mit Menschen ins Gespräch komme und mir die Geschichten von Vereinen und Sportstätten erzählen lasse. Die besten Geschichten veröffentliche ich auf meiner Seite. Der Blog ist relativ erfolgreich, hat eine gute Reichweite und es gibt ein gewisses Interesse an den kleinen Geschichten von kleinen Vereinen, die noch nicht so erzählt sind. Es ist immer schön und macht Spaß, darüber zu schreiben, Videos zu drehen und Filme daraus zu bauen. Das sind die Dinge, die mich in meinem Leben ausfüllen.

Wie hast du zum SC Hessen Dreieich gefunden und was ist deine Motivation, hier mit anzupacken?

Jonas: Ich habe den Aufruf gesehen, den der Verein gemacht hat. Ich fand es einfach spannend und habe mir schon immer einmal gewünscht, irgendwo von der ersten Stunde an im Team sein zu können. Man kann sich richtig ausleben, sich verschieden einbringen und neue Dinge ausprobieren, weil in dem Sinne noch keine Erfahrungswerte und feste Muster vorhanden sind. Das fand ich seit jeher spannend. Ich wollte deswegen von Anfang an dabei sein, um einfach neue Sachen machen zu können und zu schauen, wie sie wirken und ankommen. Sich auch wieder neu zu sortieren, zu orientieren und zu sehen, wie man etwas weiter aufziehen kann. Außerdem hatte ich immer schon Lust gehabt, als Stadionsprecher bei einem Verein zu arbeiten. Die Emotionen kommen einfach direkt an. Was von den Rängen ausgeht, erlebst du nirgends von näher mit, als wenn du quasi im Zentrum dieser ganzen Geschichte bist. Ich spreche berufsbedingt gerne zu Menschen. Daraus ergab sich eine perfekte Kombination. Der SC Hessen Dreieich bietet mir etwas, was ich immer machen wollte – nämlich ein Stadionsprecher-Dasein. Alles hat zusammengepasst, deshalb habe ich mich auf ganz normalem Wege beworben, war hier zur Vorstellung und es hat zum Glück funktioniert. Es war fast wie Liebe auf den ersten Blick.

Nachdem du nun gegen Steinbach deine Feuertaufe erlebt hast: Wie hast du in deine Aufgabe bereits reingefunden und macht dir deine neue Arbeit hier als Stadionsprecher Spaß?

Jonas: Es war total klasse. Erstmal über diesen tollen Rasen zu schreiten, das war wie auf Wolken zu gehen. Dann die vielen Leute zu unterhalten und zu informieren, das war echt schön. Und die interessanten Interviews auf dem Rasen mit Rudi und den Steinbacher Vertretern haben echt Spaß gemacht. Die Zuschauer haben mir auch das Gefühl vermittelt, dass sie mit meiner Arbeit zufrieden waren. Einige haben mir das auch direkt durch den Zaun gesagt. Das war natürlich ne schöne Bestätigung, dass das Rahmenprogramm und meine Präsentation schon mal in die richtige Richtung gehen. Jetzt fehlt nur noch eins: Ich will unbedingt gerne zu Hause mal ein eigenes Tor ansagen. Ich bin optimistisch, dass das am Sonntag gegen Balingen gelingt und ich dann richtig aus mir raus kommen kann.

Was machst du in deiner Freizeit, mal vom Fußball abgesehen, sonst noch gerne?

Jonas: Mit dem Groundhopping ist viel abgedeckt, weil dieses Hobby natürlich sehr zeitintensiv ist. Man ist viel unterwegs, insbesondere fahre ich gerne in kleine Orte und schaue mir Spiele an. Hier liegen so viele Geschichten noch brach. Man landet gerne mal in der thüringischen Provinz. Ich bin viel in Ostdeutschland unterwegs und arbeite so ein bisschen die alten DDR-Fußballgeschichten auf, weil viel unerzählt ist. Das schlummert quasi in den kleinen Orten, die früher im DDR-Fußball eine große Rolle gespielt haben und leider völlig in Vergessenheit geraten sind. Es ist für mich immer eine ganz große Freude, diese Schätze auszugraben. Ansonsten fahre ich hobbymäßig gerne Fahrrad und verbringe in letzter Zeit gerne meine Freizeit auf dem Balkon. Ich wohne in Frankfurt-Bornheim im 20.Obergeschoss und schaue von dort aus über die ganze Stadt. Wenn die Zeit sich ergibt, bin ich gerne dort. Mit Kopfhörer, Musik und dabei einfach ein bisschen entspannen. Ich bin ansonsten ein sehr geselliger Typ und spiele gerne einmal in der Woche Fußball. Zum Beispiel treffe ich mich in Frankfurt mit ein paar anderen Freizeitkickern, mit ihnen geht danach auch ein Bierchen oder ein Äppler. Haustiere habe ich nicht, aber ich habe ein paar sehr empfindliche Pflanzen auf dem Balkon. Unter anderem ein Zitronenbäumchen, welches ich zu meinem 30. Geburtstag bekommen habe. Die Zitrone ist meine Lieblingsfrucht und das Bäumchen ist sehr pflegeintensiv, weil Zitronen in Deutschland ja nicht wirklich wachsen. Darum kümmere ich mich gerne und hoffe, dass ich bald eine Zitrone dran habe, die man auch verzehren kann. Außerdem habe ich noch ein Stück Originalrasen aus dem Stadion Schloss Strünkede von Westfalia Herne. Diesen Rasen habe ich umgetopft. Er ist sehr pflegebedürftig und braucht viel Wasser und Aufmerksamkeit. Ich dachte nie, dass ich einen grünen Daumen habe, trotzdem kümmere ich mich intensiv um mein Bäumchen, damit die Pflanzen wachsen und gedeihen.

(tw/ms)

 

  • Horst Reber 8. August 2018 at 22:53

    Ein interessanter Bericht über einen jungen vielseitigen Sportreporter. Authentisch und ehrlich. Und zugleich auch mit dem Hinweis versehen, dass das Reporterleben zwar spannend, aber anstrengend ist. Aber das ist auch der besondere Reiz dieser Tätigkeit, die Berufung sein sollte.. ich glaube, dass Jonas Schulte eine sehr gute Wahl für den Verein ist. Viel Glück und Freude!

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