Mit dem Schwung des ersten Siegs ins Saarland

Nicht weniger als 14 Trainer der Regionalliga Südwest hatten die SV 07 Elversberg auf dem Zettel für den Aufstieg in die dritte Liga, darunter auch unser Coach Rudi Bommer. Die Realität hingegen sieht ein wenig trist aus im Saarland, mit gerade einmal zwei Siegen, zwei Unentschieden und schon vier Niederlagen rangieren die hoch gehandelten Elven auf Platz 16 und damit auf einem Abstiegsplatz.

Gerade recht kam den Mannen von Trainer Roland Seitz in dieser Situation der Auswärtssieg bei der Zweitvertretung der TSG 1899 Hoffenheim am letzten Wochenende, nachdem zuvor eine schmerzliche Heimniederlage gegen Ulm (0:1) und ein mageres 0:0 beim FSV Mainz 05 II auf den ersten Saisonsieg gegen Astoria Walldorf (1:0) gefolgt waren.

Als Matchwinner in Sinsheim tat sich Manuel Feil hervor, der nicht nur den Endstand besorgte, sondern insgesamt ein bockstarkes Spiel ablieferte und seine Mannschaft zum verdienten Sieg trug.

Aber auch unsere Jungs vom Bürgeracker konnten sich am Samstag ein Licht am Ende des Tunnels erarbeiten und rangen den ambitionierten Aufsteiger vom FC 08 Homburg im Hahn Air Sportpark verdient nach einer herausragenden Kampfleistung mit 1:0 nieder – und das knapp zwanzig Minuten in Unterzahl, bevor sich auch die Gäste dezimierten.

Dem Sieg gegen den bis dato Zweit- und nun Drittplatzierten ging ein planvoller und schrittweiser Umbau der Startelf von Rudi Bommer voran, welche, nachdem man weitestgehend mit dem Kader der Vorsaison in das Abenteuer Regionalliga gegangen war, um erfahrene Spieler wie Dominic Rau, Kevin Pezzoni und „Kai-Uwe“ Hesse ergänzt worden war. Einen Sahnetag erwischte außerdem Keeper Pierre Kleinheider, der mit gefühlt vier Armen Ball um Ball aus den Winkeln seines Tores fischte.

Und so warnt SVE-Trainer Seitz nun auch vor dem erstarkten Tabellen-Schlusslicht aus Hessen: „Wenn man sieht, wer in den letzten Wochen alles dazugestoßen ist, welche Aufstellung sie haben und welche sie am ersten Spieltag gehabt haben, dann sind das schon Unterschiede. Und diese Unterschiede machen sich jetzt bemerkbar. Man darf sie nicht an der Tabelle messen. Der Ist-Zustand ist entscheidend. Sie stehen sehr gut, die muss man erstmal knacken. Von daher wird das schon eine enge Kiste.“

Ein weiteres Plus an Erfahrung bringt der jüngste Neuzugang unserer Roten ein, mit Constant Djakpa wurde die linke Abwehrseite in dieser Woche mit nicht weniger als 92 Bundesligaspielen, 37 Partien in der 2. Bundesliga und einem Fan-Liebling in der Region verstärkt. Ob der flinke Flügelflitzer schon im Saarland Spuren im Rasen entlang der Seitenlinie hinterlassen wird, weiß allerdings bis kurz vor Spielbeginn allein Rudi Bommer, der gewohnt akribisch an seiner Startelf feilt.

Auch unser Chefcoach misst den Gegner nicht am Tabellenplatz und warnt: „Die SV Elversberg hat eine richtig starke Truppe. Die stehen gerade unten, aber eigentlich müssen die um den Aufstieg mitspielen. Ihr Kader hat für mich Drittliga-Niveau, weswegen ich erwarte, dass wir beißen müssen wie gegen Homburg. Aber gerade das letzte Spiel hat wieder gezeigt, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann und mit einem ähnlichen Einsatz können und wollen wir etwas mitnehmen aus Elversberg.“

Ankommen wird es in der Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde auch auf die Schlachtenbummler aus Dreieich, welche sich schon in Worms lautstark bemerkbar machten und im Saarland unsere Farben bunt und gewohnt fröhlich vertreten werden, wenn es darum geht endlich den ersten Auswärtsdreier zu entführen.

Angestoßen im 10.000 Plätze fassenden Waldstadion (Lindenstraße 7, 66583 Spiesen-Elversberg) wird um 14 Uhr.

(ms)

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