Zweimal in Führung, wieder nur ein Punkt – SCHD mit 3:3 bei der TSG Hoffenheim

In einer intensiven und für die Zuschauer alles andere als langweiligen Partie gegen die Kraichgauer erzielt die Bommer-Elf drei Auswärtstore, wird jedoch erneut durch eine späte Schiedsrichterentscheidung nicht mit einem Sieg belohnt.

Rudi Bommer und Ralf Weber veränderten die Startformation nach dem Heimspiel gegen den SSV Ulm lediglich auf einer Position: Toni Reljic ersetzte den gelb-rot gesperrten Kevin Pezzoni. Pierre Kleinheider, unter der Woche noch fraglich, meldete sich rechtzeitig fit, um das Tor der Dreieicher zu hüten.

Das Spiel begann alles andere als optimal aus Sicht der Bommer-Elf: Bereits nach zwei Minuten erzielte Johannes Bender mit einem Sonntagsschuss aus 30 Metern die Führung für die TSG Hoffenheim. Ohne sich lange vom frühen Rückstand beeindrucken zu lassen, gelang den Dreieichern anschließend der direkte Ausgleich: Nach einem eklatanten Fehler der Gäste im Aufbauspiel stand Tino Lagator plötzlich frei vor Stefan Drljaca im Tor der Gäste und behielt das Auge für den besser positionierten Toni Reljic, der aus kurzer Distanz zum Ausgleich einschieben konnte.

Auf eine Abtastphase verzichteten beide Teams von Beginn an. Schnelle Kombinationen, intensiv geführte Zweikämpfe und eine Vielzahl an Torraumszenen charakterisierten die Begegnung bereits in den ersten Minuten. Die nach Ballverlust früh anlaufenden Hausherren kamen über die Außen und den auffälligen Nicolas Wähling immer wieder gefährlich vor das Gehäuse von Pierre Kleinheider, allerdings ohne einen erneuten Treffer zu erzielen.

In der 22. Minute mussten Rudi Bommer und Ralf Weber dann gezwungener Maßen von ihrer ersten Wechseloption Gebrauch machen: Abassin Alikhil konnte verletzungsbedingt nicht mehr weitermachen und wurde ersetzt durch Mohamed Boukayouh. Kurz darauf drehten die Hessen dann das Spiel: Tino Lagator glänzte erneut als Vorbereiter und fand mit einem hohen Ball in die Tiefe den gestarteten Zubayr Amiri. Auf eine technisch anspruchsvolle Ballmitnahme folgte der Abschluss mit dem Spann ins kurze Eck. 1:2 für den SC Hessen Dreieich nach 25 Minuten.

Beide Teams spielten mit offenem Visier und brauchten bis dato nicht viele klare Chancen, um diese in Treffer umzumünzen. In der 36. Minute bekamen die Gäste einen Eckball der TSG nicht geklärt, letztlich war es Chinedu Ekene, der den Ball aus fünf Metern unhaltbar zum 2:2 in die Maschen hämmerte. Vor der Pause dann noch einmal die Riesenchance für die Gastgeber: Der an diesem Tag sehr aktive Ekene legte frei vor Kleinheider quer in die Mitte, im letzten Moment gelang es jedoch, den Versuch des einschussbereiten Theodoros Politakis zur Ecke abzufälschen.

Mit einem Spielstand von 2:2 verabschiedeten sich die Teams nach äußerst unterhaltsamen 45 Minuten in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel machten beide Mannschaften ohne zu zögern dort weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Erst rettete der Keeper der TSG mit einer Glanztat gegen den Schuss des über rechts gestarteten Niko Opper, anschließend prüfte Ekene Kleinheider am Ende des darauffolgenden Konters mit einem Flachschuss.

Nach gut einer Stunde sahen die 200 Zuschauer im Dietmar-Hopp-Stadion dann die erneute Führung für die Männer vom Bürgeracker, die an diesem Tag eine außerordentliche Effektivität an den Tag legten. In der 65. Minute setzte sich Uwe Hesse gegen seinen Gegenspieler durch und bediente am rechten Strafraumeck den einlaufenden Reljic, der vor dem Gehäuse der Hausherren die Ruhe behielt und mit einem strammen Flachschuss die Führung für den SCHD markierte.

Wie es der Charakter des Spieles wollte, tauchte im Gegenzug wenige Minuten später wieder die TSG vor den Kasten der Gäste auf, Denis Streker warf sich jedoch im letzten Moment mit einer Grätsche in den Schuss von TSG-Angreifer Emilian Lässig. Kurz vor Schluss, wie schon im letzten Spiel gegen Ulm, eine fragwürdige Entscheidung gegen die Bommer-Elf: Nach einem Zweikampf mit Constant Djakpa kam Wähling im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Geatano Falcicchio wollte zunächst weiterspielen lassen, verließ sich aber dann auf die Meinung seines Linienrichters und zeigte auf den Punkt.

Den anschließenden Elfmeter verwandelte der eingewechselte Thomas Gösweiner zum 3:3. Nach Ende der dritten Minute der Nachspielzeit beendete Falcicchio die Begegnung. Zurück ließ er enttäuschte Gäste, die an diesem Tag eine bemerkenswerte Moral an den Tag legten, sich aber letztlich wieder mit nur einem Punkt begnügen müssen.

Da der FC-Astoria Walldorf sein Spiel verlor, springen die Hessen zumindest in der Tabelle einen Rang nach oben und sind vorerst nicht mehr Schlusslicht der Regionalliga Südwest.

Als Nächstes wartet auf den SC Hessen Dreieich der VfB Stuttgart ll, welchen man am kommenden Samstag um 14:00 Uhr im heimischen Hahn Air Sportpark empfängt.

(mab)

 

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