Gesichter und Geschichten – Das Team hinter dem Team: Die Sicherheitsbeauftragen

In unserer Serie Geschichten und Gesichter – das Team hinter dem Team stellen wir die Leute vor, die dem SC Hessen Dreieich hinter den Kulissen Leben einhauchen. Von der Verwaltung über das Funktionsteam bis zu unseren ehrenamtlichen Helfern. Im fünften Teil der Serie kommen unsere Sicherheitsbeauftragten Christopher Semmet, Helmut Semmet und Alexander Lauber zu Wort.

Erzählt doch mal ein wenig über euch!

Christoph: Ich bin 31 Jahre alt, lebe mit meiner Freundin zusammen, Kinder haben wir noch keine. Ich arbeite bei der Stadt Frankfurt als Ausbilder, zuvor war ich bei der Polizei. Seit 2014 wohne ich wieder in Sprendlingen, davor erst im Spessart, dann in Frankfurt, bin also schon ein wenig herumgekommen. Meine Wurzeln habe ich allerdings in Dreieich, wo ich schon als Kind gewohnt habe.

Alexander: Ich bin 38 Jahre alt, bin verheiratet und habe zwei Kinder, einjährige Zwillinge. Ich wohne quasi ohne Unterbrechung in Dreieich, zunächst in Dreieichenhain, bin dann über Offenthal in Sprendlingen gelandet. In der Jugend habe ich bei der SUSGO in Offenthal Fußball gespielt, von der F- bis zur B-Jugend in allen Mannschaften, hatte dann aber leider nicht mehr wirklich die Zeit für zwei bis drei Mal Training die Woche. Ich habe Jura studiert und abgeschlossen.

Helmut: Ich bin ein bisschen älter als die beiden Jungs, bin 68 Jahre alt und seit acht Jahren pensionierter Polizist. Ich bin in Pirmasens geboren und habe dort auch die ersten dreißig Jahre meines Lebens verbracht und bin anschließend mit meiner Frau und Familie nach Dreieich-Sprendlingen gezogen, um in Frankfurt zu arbeiten. Später sind wir, wie Christoph schon erwähnte, in den Spessart gezogen, haben dort ein Haus gebaut und dort zwanzig Jahre lang gewohnt. Seit zwei Jahren sind wir jetzt wieder hier und wohnen in Langen.

Wie habt ihr zum SC Hessen Dreieich gefunden?

Christoph: Nachdem wir nach Dreieich zurückgezogen sind, war es mir schon wichtig hier wieder Anschluss zu finden. Mein Patenonkel, der auch im Verein aktiv ist, hatte mich in der letzten Saison angesprochen und mich schon in der letzten Saison gefragt, ob ich nicht Lust hätte, mich mit dem sich abzeichnenden Aufstieg in die Regionalliga im Verein zu engagieren. Durch meinen beruflichen Hintergrund war ich schon häufiger bei Spielen der Frankfurter Eintracht und habe dort den Sicherheitsbereich von der Polizei-Seite aus mitbetreut, die Spiele als Polizist begleitet. Natürlich habe ich mir das dann gerne angehört und habe gleich gemerkt, dass die Aufgabe als Sicherheitsbeauftragter genau das Richtige ist für mich, nachdem mir die Vereinsvertreter davon erzählt haben, was gemacht werden muss. Einfach auch schon weil die Möglichkeit bestand, etwas Neues aufzubauen, das Feld zu beackern und zu bestellen. Ich wollte einfach von Anfang an mithelfen, das hat mich sofort interessiert, woraufhin ich spontan und sofort zugesagt habe. Von den ersten Schritten, dem Abarbeiten einer riesigen Checkliste, über nächtliche Telefonate mit Kollegen und Funktionären anderer Vereine bis zum Wachstum des gesamten Vereins mit immer mehr Mitarbeitern und Helfern dabei zu sein war überragend. Man hat einfach gespürt, dass hier etwas heranwächst. Von daher weiß ich, dass es die absolut richtige Entscheidung war, hier mit anzupacken.

Alexander: Sport ist immer mein Ding geblieben, ich war zum Beispiel häufiger beim Eishockey, habe mir Fußballspiele in England angesehen und bin auch seit mehreren Jahren im offiziellen Fanclub der englischen Nationalmannschaft, dem „England Supporters Travel Club“. Mit dem Fanclub gehe mindestens einmal im Jahr zu einem Spiel, ob auswärts oder daheim. Hier vor Ort habe ich mir immer wieder Spiele der SUSGO, aber eben auch schon von Anfang an des SC Hessen angeschaut. Damals war mir aber noch lange nicht klar, dass ich hier einmal mit anpacken werde. Nachdem ich den Verein aber schon immer nah verfolgt habe, hat sich das gut gefügt. Ich arbeite in Oberursel und pendle mit der Bahn, auf diesem Wege wurde ich auf die Plakat-Kampagne „Komm ins Team der ersten Stunde!“ aufmerksam. Und da ich zu diesem Zeitpunkt gerade die Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit gemacht habe, schon bei einigen Vereinen hinter die Kulissen schauen konnte und sehr sportinteressiert bin, war mir sofort klar, dass ich mich für die Position des Sicherheitsbeauftragten melden würde. Ich wollte einfach ehrenamtlich mit anpacken, zumal ich nur einen Katzensprung entfernt wohne. So bin ich dann hier dazugestoßen.

Helmut: Ich bin durch meinen Freund und Kollegen Herbert Trapp auf den Verein aufmerksam geworden, anfangs mit dem Fahrrad am Gelände vorbeigefahren und war sofort interessiert. Ich bin mit dem Sport sehr verbunden, habe selbst allerdings nie gespielt. Ich habe einen Busführerschein und wurde schnell gefragt, ob ich nicht Lust hätte, den Fanbus zu fahren. Schon in den letzten Jahren habe ich die Fans dann als einer der Fahrer zu den Auswärtsspielen gebracht. Über diese Verwurzelung im Verein war es dann nur noch ein kleiner Schritt zum Sicherheitsbeauftragten, nachdem diese Aufgabe mit dem Aufstieg in die Regionalliga verteilt wurde.

Ihr arbeitet nun eine knappe halbe Saison in eurer Funktion, wie gut habt ihr in eure Aufgabe gefunden und wie eingespielt läuft das bei euch schon ab?

Christoph: Wir haben mittlerweile ein super Team aufgebaut, mit dem wir außerordentlich gut zusammenarbeiten. So langsam stellt sich eine gewisse Routine ein. Es ist immer noch etwas Besonderes und ich freue mich unverändert auf jedes Spiel. Wenn ich an einem Freitagabend darüber nachdenke, dass ich am nächsten Tag schon um 11 Uhr im Sportpark auf der Matte stehe, um zu schauen, ob vor Ort alles seinen richtigen Gang geht, dann freue ich mich jedes Mal. Genauso auf die an jedem Spieltag stattfindenden Gespräche mit den Sicherheitsbehörden von der Polizei, der Feuerwehr, dem Sanitätsdienst, unserem Sicherheitsdienst vor Ort, den Vertretern des Ordnungsamts und des Vereins. Dennoch merkt man, wie gesagt, dass sich eine gewisse Routine einstellt. Beim ersten Heimspiel wussten wir noch nicht, ob all das, was wir am Reißbrett geplant hatten, auch greift. Das war eine gewisse Aufregung dabei, obwohl das Spiel aus Sicherheitsaspekten jetzt nicht sonderlich brisant war. Das hat sich inzwischen gelegt, wir arbeiten alle sehr gut zusammen, gerade auch funktionsübergreifend. Wir kennen und duzen uns alle, das funktioniert gemeinsam so reibungslos, dass bisher einfach alles durch und durch gut gelaufen ist. Selbst Situationen, von den wir dachten, dass sie brenzlig werden könnten, sind super ausgegangen. Bisher hatten wir keinerlei große Probleme.

Alexander: Nehmen wir zum Beispiel das Spiel gegen den OFC. Da war unser Stadion das erste Mal voll, sodass wir erstmals unter voller Auslastung schauen konnten, wie es läuft. Das komplette Programm wurde gewissermaßen getestet. Das ist natürlich aufregend, klar, man weiß ja im Vorhinein nicht, ob da etwas passiert. Und es lief wie gemalt, im Grunde perfekt. Gut, das Ergebnis des Spiels war aus unserer Sicht bescheiden, aber rundherum lief alles glatt. Selbst habe ich das Spiel aus dem Block heraus verfolgt und habe mit vielen Fans gesprochen, auch mit denen der Kickers, und habe von allen Seiten nur positiven Zuspruch erhalten. Generell hören wir von vielen Gastvereinen viel Gutes darüber, was wir hier als gesamter Verein aufgebaut haben. In unserem Team greifen die Automatismen von A bis Z, da bin ich einfach beeindruckt. Das läuft.

Helmut: Im letzten Spiel kommen ja die Mannheimer, da wird es sicher auch noch einmal richtig voll, schon aufgrund der geringen Entfernung. Da werden auch nicht wenige Fans mitkommen. Und wie immer, wenn so viele Menschen ein Stadion füllen, sollte auch an diesem Tag die Sicherheit für alle Besucher, egal ob Heim- oder Gästefans, einen besonderen Stellenwert haben. 2006, noch in meinem Beruf als Polizist, habe ich ja erlebt, wie der wichtige Aspekt Sicherheit im Fußball gehandhabt wird – und ich muss sagen, das ist hier kein bisschen anders. Das ist wirklich professionell gemacht.

Wenn ihr mal nicht im oder rund um den Fußball unterwegs seid – womit verbringt ihr eure Freizeit gerne, was macht euch Freude?

Helmut: Ich jogge, fahre Fahrrad, fahre unheimlich gerne mit meiner Frau und unserem Wohnwagen in den Urlaub, dafür habe ich jetzt als Pensionär ja auch genügend Zeit, und fahre gerne Bus. Das ist einfach mein Hobby, den Busführerschein habe ich bei der Polizei gemacht – tatsächlich für die Olympiade 1972 in München. Seitdem fahre ich Busse sehr gerne. Und da sage ich auch nicht immer zu, obwohl ich fast jeden Tag fahren könnte, einfach weil es ein Hobby bleiben und Spaß machen muss. Aber ich mache es eben sehr gern.

Alexander: Für mich steht Zeit mit meinen Kindern und meiner Familie im Mittelpunkt, daneben ist auch mir Sport sehr wichtig. Ich gehe regelmäßig ins Fitness-Studio und fahre ebenfalls gerne Fahrrad. Meine zweite große Leidenschaft ist die Musik und vor allem der Musiker Prince. Da ich bei einem Reiseveranstalter arbeite, hat sich eine Gruppenreise in die USA zu seinem Tonstudio ergeben, die ich organisiert habe und die seitdem jährlich fortgeführt wird. Das macht extrem viel Spaß, generell das Reisen. Ab und zu springt dann auch noch einmal American Football in London rein, das schaue ich mir auch absolut gerne an.

Christopher: Ich mache ebenfalls gerne Sport, ich spiele Basketball im Verein, mache Kung Fu in Frankfurt und reise wirklich gerne, was ich wohl geerbt habe. Mit meiner Freundin mache ich viele Reisen, gerade Fernreisen, zuletzt waren wir auf Bali – das war super schön, gerade da es mich reizt, andere Kulturen kennenzulernen. Aber es muss nicht immer in die Ferne gehen, dieses Jahr waren wir zum Beispiel einfach einmal auf einem Festival. Daneben bauen wir gerade in Sprendlingen, da ist immer genug zu tun. So ist man schon die meiste Zeit beschäftigt. Trotzdem freut man sich ab und an auch über einen regnerischen Sonntag, den man dann einfach auf der Couch verbringt und sich Serien anschaut.

(ms)

  • Rainer Wehner 18. Oktober 2018 at 18:57

    Einen herzlichen Dank an alle Mitarbeiter die im Hintergrund agieren, Helmut ist uns ja bereits bekannt,durch den Fanbus den wir bisher 2 mal zu unseren Auswärtsspielen genutzt haben . Auch einen Dank an die Firma Baustoff- Gerhardt für das Sponsoring des Buses
    LG Rainer und Rosi Wehner

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