Im Breisgau aus der Abstiegszone? SCHD bei der U23 des SC Freiburg

Nach der erfolgreichen englischen Woche und den drei 2:1-Erfolgen gegen Stuttgart, Offenbach und Bornheim geht es jetzt darum, die zuletzt erzielten Erfolge in Freiburg zu veredeln. Der Anschluss ist hergestellt, nur noch drei Punkte trennen den SC Hessen vom vorläufig sicheren Ufer.

Und jetzt geht es in den Breisgau. Bei der U23 des SC Freiburg werden die Jungs vom Bürgeracker an ihre im Saisonverlauf bereits gezeigten guten Leistungen bei den Zweitvertretungen der Bundesligisten anknüpfen wollen, sowohl in Hoffenheim als auch in Mainz wäre ein Sieg drin gewesen. Unglückliche bis unverständliche Entscheidungen der Schiedsrichter wussten den ersten Auswärtssieg in diesen Spielen jedoch zu verhindern, sodass jeweils nur ein Remis heraussprang.

Das soll sich nun ändern, der Sieg gegen die „jungen Wilden“ des VfB Stuttgart am vorletzten Spieltag hat gezeigt, dass große Vereinsnamen niemanden in die Flucht schlagen beim Aufsteiger. Die Regionalliga-Truppe des SC Freiburg spielte seit vor der Jahrtausendwende in der Oberliga Baden-Württemberg und rutschte mit der Neugliederung 2008/2009 als Meister in die Regionalliga Südwest. Dort sind die jungen Freiburger seither Stammgast, lediglich einen kleinen Abstecher zurück in die, inzwischen fünftklassige, Oberliga in der Saison 2016/2017 mussten die Breisgauer hinnehmen, stiegen aber auch sofort wieder auf.

Die beste Platzierung erreichte die zweite Mannschaft des SCF in der Saison 2013/2014, als die Vizemeisterschaft in der Regionalliga Südwest eingefahren werden konnte. Im Kader standen zu dieser Zeit unter anderem die späteren Bundesligaspieler Christian Günter, Immanuel Höhn, Nicolas Höfler, Caleb Stanko, Marco Terrazino, Sebastian Kerk, Florian Kath, Felix Klaus und der Shootingstar der letztjährigen Bundesligasaison der Freiburger, Maximilian Phillip.

Schon hier wird deutlich: Die Jugendarbeit der Freiburger leistet seit vielen Jahren extrem gute Arbeit und es gelingt von Mal zu Mal, hochtalentierte Kicker an den Profibereich heranzuführen. Den talentierten Kader (Durchschnittsalter 20,72 Jahre) führt in dieser Saison Haudegen Ivica Banovic als Kapitän aufs Feld, der 38-jährige Kroate bringt dabei mit insgesamt 148 Bundesligaspielen (14 Tore) für Werder Bremen, den 1. FC Nürnberg und den SC Freiburg immense Erfahrung mit.

In der diesjährigen Saison steht der SCF wieder einmal gut da. Mit 21 Punkten und einem ausstehenden Nachholspiel in der Hinterhand liegt die junge Truppe derzeit auf Platz 8 der Tabelle. Nach einem Stotterstart (3:4 in Stuttgart, 0:1 zu Hause gegen Saarbücken) fingen sich die Breisgauer und konnten im Saisonverlauf unter anderem gegen Offenbach, Homburg und Ulm drei Punkte im Möslestadion halten, was für die Heimstärke der Truppe um Trainer Christian Preußer spricht.

Auf dem Papier also eine klare Sache: Heim-Macht trifft auf bisher auswärts siegloses Tabellen-Kellerkind. Aber man sollte sich nicht täuschen lassen – die letzten Auswärtsspiele der seit sechs Liga- und zwei Pokalspielen ungeschlagenen Dreieicher waren durchaus vielversprechend. Mit ein wenig mehr Spiel- und vor allem Schiedsrichterglück wären wohl sowohl aus Mainz als auch aus Hoffenheim drei Punkte mitgenommen worden.

Damit dieser Knoten endlich platzt, wird Trainer Rudi Bommer, der mit seiner Mannschaft bereits am Vortag anreist, um ausgeruht und ohne die lange Fahrt zum Südzipfel der Liga am Spieltag in den Knochen ins Spiel gehen zu können, seine beste Elf aufs Feld schicken. Fehlen wird ihm dabei, neben den über längere Zeit verletzten Seegert, Alikhil und Streker sowie dem immer wieder angeschlagenen Loris Weiss, Zubayr Amiri, der sich per Kopfball über den Zaun im Spiel gegen den FSV Frankfurt kurz vor Schluss die gelb-rote Karte und damit die Sperre für das Spiel in Freiburg abholte.

Alle fitten Spieler werden, davon ist auszugehen, hoch motiviert ins Spiel gehen, winkt doch die Möglichkeit, erstmals seit Saisonbeginn die Abstiegsplätze zu verlassen und sich damit für die starken Leistungen der letzten Wochen zu belohnen.

(ms)

Der SC Hessen Dreieich begleitet das gesamte Spiel live auf Twitter (twitter.com/hessendreieich), Facebook (facebook.com/hessendreieich) und per Liveticker auf der vereinseigenen Homepage.

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