Jahresrückblick 2018 (2): Die Fans

Mit dem Aufstieg in die Regionalliga strömen die Zuschauer in den Hahn Air Sportpark: Nach Schnitten von 372 Zuschauern (15/16), 441 (16/17) und 366 (17/18) in der Hessenliga sprang der Schnitt auf über das Doppelte – mit 1001 Fans im Schnitt schafft der SC Hessen Dreieich nach 11 Heimspielen erstmals die Vierstelligkeit. Aber blanke Zahlen fangen nicht ein, was sich im Umfeld des Vereins mit dem Rückenwind Regionalliga entwickelt hat.

Chefcoach Rudi Bommer fand die richtigen Worte, als er sich Anfang Oktober direkt an die Fans richtete:

Ich möchte mich auf diesem Weg an unsere Fans wenden, die uns derzeit so enthusiastisch, laut und engagiert unterstützen, wie wir das in unseren nunmehr fast drei Jahren in diesem Verein noch nie erlebt haben.

Was ihr in den letzten Wochen aufgebaut und abgeliefert habt, wie ihr uns in jeder Lage anpeitscht, unterstützt und uns nach vorne treibt, das ist schon fantastisch. Aber das Auswärtsspiel in Mainz am letzten Wochenende war noch einmal eine ganz neue Stufe, nicht zuletzt euch verdanken wir unsere Leistung und hätten mit euch zusammen nur zu gerne alle drei Punkte mit nach Dreieich genommen.

Nichtsdestotrotz gebührt euch ein riesiges Lob, ihr habt uns das Spiel in Mainz zum Heimspiel gemacht und mit eurer Unterstützung fühlen wir uns auch für das Heimspiel gegen Ulm bestens gerüstet.

Ihr seid richtig gut, macht einfach so weiter! Danke!

Denn nicht nur, dass immer mehr Menschen in den Hahn Air Sportpark pilgern: Eine echte Fankultur erlebt ihre ersten Schritte im Umfeld eines extrem jungen Fußballvereins. Mit der Gründung des ersten offiziellen Fanclubs, den „Platzhirschen 3eich“, zog eine laute, bunte und kreative Anfeuerung in den Fanblock, Auswärtsfahrten wurden zum Erlebnis. Nach Freiburg, zum Gegner mit der größten Entfernung, fuhr ein picke-packe-voller Fanbus, wunderbare Szenen spielten sich ab, inklusive gemeinsamer Einkehr und spontanen Ziehharmonika-Konzerts auf einem Rastplatz.

Trommler, Fahnenschwenker und bunt bemalte Paradiesvögel – die Stadien der Regionalliga Südwest erlebten die Fans aus Dreieich nach und nach immer mehr als freundliches, friedliches und bemerkenswert enthusiastisches Völkchen, das – trotz kleiner Anzahl – Stadien auch auswärts für sich einnehmen konnte. „Ohne Dreieich wäre hier gar nichts los“ schallte es durch Stadien in Mainz und Hoffenheim, selbst am Bieberer Berg war der magische Hinweis darauf, dass Dreieich da und nicht mehr wegzudenken ist zu hören.

Aber das ist nicht alles. Im familiären, familienfreundlichen Umfeld des jungen Regionalligisten entwickelten sich neue Freundschaften, begegneten sich Jung und Alt, Fans der ersten Stunde und neu Hinzugestoßene, wehte ein Wind des Aufbruchs. Und so ist der SC Hessen ohne seine begeisterten Fans inzwischen nicht mehr denkbar. Nicht in den Stadien der Regionalliga, nicht im Hahn Air Sportpark und nicht im täglichen Vereinsleben.

Sinnbildlich steht der ureigene, exklusive Schlachtruf der Anhänger, wenn es knapp wird und die Jungs auf dem Rasen Unterstützung brauchen, denn wenn man sich die rasante Entwicklung der Fankultur im „Dorf“ Dreieich anschaut, dann bleibt nicht viel mehr, als den Freunden der Regionalliga zuzurufen: „Uffbasse!“, die Hesse komme!

(ms)

  • Hans-Hubert 28. Dezember 2018 at 14:29

    Ich wünsche mir, dass im Block A noch mehr Leute mitmachen. Es ist ganz einfach: Schal hoch halten, klatschen und bei dem ein oder anderen Gesang mitmachen. Dann klappts mit der Stimmung.
    NUR DER SCHD.

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