Segel setzen Richtung Klassenerhalt (5): Ulm und Hoffenheim

Halbzeit in der Regionalliga Südwest. Der SC Hessen Dreieich startete im vergangenen Juli seine Jungfernfahrt zum Zielhafen Klassenerhalt. Nun liegen nach Monaten zwischen rauem und ruhigem Wellengang noch mindestens 15 richtungsweisende Spiele vor den Kickern vom Bürgeracker. Im Rahmen der Serie „Segel setzen Richtung Klassenerhalt“ nehmen wir die kommenden Gegner in der Regionalliga sowie im Hessenpokal genauer unter die Lupe und stellen euch unsere Mitbewerber kurz vor. Im fünften Teil nehmen wir den SSV Ulm sowie die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim unter die Lupe.

SSV Ulm

Nach dem Spiel gegen die kleinen Mainzer lichten wir den Anker und setzen die Segel in Richtung Süden. An der schönen blauen Donau zu Fuße des höchsten Kirchturms der Welt liegt 124.000-Einwohner-Stadt Ulm, die vor allem durch ihr 162 Meter hohes Münster bundesweit bekannt ist. Nicht nur für Touristen, auch für unseren SC Hessen ist die Stadt Ulm ein spannendes Reiseziel, wenn wir beim hier ansässigen Fußballclub SSV Ulm gastieren, der einst Größen wie Uli Hoeneß oder Anton „Toni“ Turek in seinen Reihen hatte. Acht Jahre in der 2. Bundesliga und sogar ein Jahresintermezzo in der Bundesliga (1999/2000) stehen in der Vita des Ulmer Traditionsclubs, der im August vergangenen Jahres mit dem 2:1-Sieg vor ausverkauftem Haus gegen den amtierenden DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt ein dickes Ausrufezeichen setzen konnte und sich seitdem DFB-Pokalsiegerbesieger nennen darf. Wie alle Heimspiele der „Spatzen“ findet auch dieses Duell im Ulmer Donaustadion statt, das insgesamt 19.500 Plätze vorweisen kann. Mit 36 Punkten liegen die „Spatzen“ derzeit auf Platz fünf und besitzen noch eine geringe Resthoffnung auf den Aufstieg in die Drittklassigkeit. Nach einer 2:0-Führung durch einen Doppelpack von Tino Lagator setzte es im Hinspiel durch einen späten Doppelschlag der „Schwarz-Weißen“ noch den Ausgleich, weshalb die überzeugende Leistung des SC Hessen nur mit einem 2:2-Unentschieden belohnt wurde. Um solch eine späte Negativüberraschung in der Rückserie zu verhindern, gilt es besonders Angreifer Steffen Kienle im Auge zu behalten, der mit fünf Toren bislang erfolgreichster Torschütze der Elf von Trainer Holger Bachthaler ist.

TSG Hoffenheim II

Nach dem Gastspiel in Baden Württemberg verlassen wir das Ländle und erwarten die Landratten aus Hoffenheim zur Schlacht. Nur unweit von Sinsheim, in der Hügellandschaft des Kraichgaus, liegt der 3.000-Seelen-Ort Hoffenheim, der durch den Fußball internationale Bekanntheit erlangte. Der hier ansässige Heimatverein TSG 1899 Hoffenheim sorgte im Jahre 2008 bundesweit für Furore, nachdem er innerhalb von acht Jahren von der sechsklassigen Verbandsliga in die 1.Fußball-Bundesliga aufgestiegen war. Die Reserve des Bundesligaclubs legte einen ähnlichen rasanten Aufstieg hin. So befand sich die TSG Hoffenheim II im Jahre 1998 noch in der Kreisliga B, ehe – begünstigt durch das Engagement des Mäzens Dietmar Hopp – bis ins Jahr 2010 eine erstaunliche Aufstiegstour einsetzte. Seitdem konnte sich das Team von Trainer Marco Wildersinn unter den Top-Ten der Regionalliga Südwest etablieren und belegte in der vergangenen Saison einen guten 6. Platz. Ihre Heimspiele trägt die Zweitvertretung des Champions-League-Teilnehmers im örtlichen Dietmar-Hopp-Stadion aus, das insgesamt 6.350 Plätze vorzuweisen hat. Lautstärketechnisch war auch dieses Stadion in der Hinrunde fest in der Hand von rund 30 mitgereisten Dreieicher Schlachtenbummlern, die ein Spektakel mit Traumtoren und strittigen Situationen zu sehen bekamen. Auch dieses offensiv beeindruckende Spiel konnte die Bommer-Crew nur mit einem 3:3-Unentschieden beenden, was jedoch das zu diesem Zeitpunkt vierte Regionalligaspiel in Folge ohne Niederlage bedeutete. Erfolgreichster Torjäger bei den auf Platz acht liegenden Kraichgauern ist Mittelstürmer Thomas Gösweiner, der insgesamt neun Tore in 16 Spielen für seine Kameraden erzielen konnte.

(tw)

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