SC Hessen Dreieich verliert nächste Elversberg-Achterbahnfahrt

Wie schon im Hinspiel verliert der SC Hessen Dreieich ein an Abwechslung und Höhepunkten reiches Spiel gegen die SV Elversberg. Tore von Tino Lagator und Constant Djakpa reichen nicht, um den Doppelpack von Suero Fernandez und Perstallers Jokertor auszugleichen. Somit verdunkelt sich die Bilanz des SCHD in sechs Spielen nach der Winterpause auf fünf Niederlagen bei nur einem Remis.

Im Vergleich zur unglücklichen Auswärtsniederlage in Homburg wechselte Trainer Rudi Bommer auf einer Position. Für den gelbgesperrten Denis Streker rückte Mohamed Boukayouh erstmals in diesem Kalenderjahr in die Startelf. Von Beginn an entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel, das die SV Elversberg mit leichter offensiver Überlegenheit gestaltete, in den ersten 15 Minuten jedoch keine zwingenden Torabschlüsse verzeichnete.

Der SC Hessen konzentrierte sich in der Anfangsphase auf die Defensivarbeit und konnte sich nur selten aus der Umklammerung der Gäste befreien. In der 16. Minute führte die angesprochene Feldüberlegenheit zum ersten Abschluss der Saarländer, der direkt im Kasten der Hausherren einschlug. Nach einer mustergültigen Flanke aus dem Halbfeld fand die Kugel in der Strafraummitte in Person von Israel Suero Fernandez einen dankbaren Abnehmer, der das Spielgerät per wuchtigen Kopfball aus kurzer Distanz im Tor unterbrachte.

Auch in der Folge blieb die SVE spielbestimmend und kam in der 22. Spielminute durch einen präzise geschossenen Freistoß des Torschützen Suero Fernandez zu einer weiteren sehenswerten Gelegenheit. Nur der Querbalken verhinderte das 2:0 der in schwarz spielenden Elversberger. Der SC Hessen zeigte sich in der 31. Spielminute erstmals in dem Strafraum der Saarländer: Zubayr Amiri setzte sich auf der linken Außenbahn robust durch und flankte in die Mitte, doch Uwe Hesse konnte den Ball nur noch mit der Fußspitze erreichen und somit keine Kontrolle über das runde Leder erlangen.

Dreieich stabilisierte sich nun und kurbelte seine Offensivbemühungen deutlich an. Constant Djakpa brachte die Kugel in der 33. Minute aus dem Halbfeld gefährlich vor den gegnerischen Kasten, doch Uwe Hesse setzte seinen Kopfball freistehend aus kurzer Distanz neben das Gehäuse der Gäste. In der Dreieicher Drangphase vergaß die Mannschaft die Defensivarbeit, was zu haarsträubenden Stellungsfehlern in der Hintermannschaft führte. So war es erneut Suero Fernandez, der einen mustergültig herausgespielten Konter der Gäste freistehend aus 11 Metern zum 2:0 vollendete. (39.)

Der gute Schiedsrichter Lämmle pfiff die Partie pünktlich nach 45 Minuten ab und bat beide Mannschaften zum Pausentee. Nachdem Elversberg die Partie von Beginn an kontrollierte, sendete der SC Hessen Dreieich ab der 30. Spielminute erste offensive Zuckungen, die durch das postwendende 2:0 der Gäste jedoch direkt im Keim erstickt wurden. Die Halbzeitführung der SVE konnte somit als hochverdient angesehen werden.

Trainer Rudi Bommer wechselte in der Halbzeit zweifach, indem er Tino Lagator und Danny Klein für Amiri und Boukayouh in die Partie brachte. Dieser Wechsel sollte sich bereits in der 46. Spielminute auszahlen: Kai Hesse brachte den Ball von der rechten Außenbahn gefährlich vor das Tor und fand Angreifer Lagator in der Mitte, der aus fünf Metern nur noch einschieben musste.

Der Anschlusstreffer verlieh dem Spielaufbau der Dreieicher neuen Schwung. Man agierte nun selbstbewusster in der Offensive und drängte auf den Ausgleich. Den gefährlichsten Abschluss in dieser Phase verzeichnete Kai Hesse, der seinen Kopfball in der 57. Spielminute erneut nur knapp neben den Kasten setzte. Nur 120 Sekunden später prüfte Uwe Hesse aus halbrechter Position Gästekeeper Lehmann mit einem satten Flachschuss, der jedoch zur Ecke geklärt wurde.

Doch erneut vergaß die Mannschaft vom Bürgeracker das Stellungsspiel in der Rückwärtsbewegung und ermöglichte den Gästen eine Vielzahl an gefährlichen Kontern. Eine dieser Vorstöße konnte die SVE in Person des Sekunden zuvor eingewechselten Perstaller schließlich zur 3:1-Führung in der 63. Minute nutzen und stellte den alten Abstand von zwei Toren wieder her. Der SCHD ließ sich davon nicht beirren und konnte nur drei Minuten später erneut verkürzen. Ein strammer Flachschuss von Djakpa schlug im unteren rechten Eck ein. 2:3!

In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Das Visier wurde hochgeklappt und beide Mannschaften spielten bedingungslos nach vorne. Für neutrale Beobachter im Hahn-Air Sportpark ein Spektakel zum mit der Zunge schnalzen bei strahlendem Sonnenschein. In der 74. Minute schwächte sich der SCHD dann allerdings selbst, als Daniel Henrich nach wiederholtem Foulspiel vom Platz gestellt wurde. Die letzten 15 Minuten mussten somit in Unterzahl absolviert werden.

Dreieich ließ sich durch den personellen Rückschlag nicht entmutigen und lauerte nun aus einer gesicherten Defensive heraus auf Kontermöglichkeiten. Elversberg blieb, auch aufgrund der zahlenmäßigen Überlegenheit, jedoch spielbestimmend und kam in der 86. Minute nach einer starken Kombination im Mittelfeld zu einer weiteren Gelegenheit aus kurzer Distanz, welche Dreieichs Torwart Kleinheider mit einer sensationelle Parade abwehren konnte.

Die Hausherren mobilisierten nun noch einmal alle Kräfte und brachten den nominellen Innenverteidiger Denis Talijan ins Spiel, der offensiv aufgrund seiner Größe für die Verwertung hoher Bälle zuständig sein sollte. Doch auch diese Idee zahlte sich nicht aus und die spektakuläre Partie ging letztendlich mit einer verdienten, aber wieder einmal unglücklichen 2:3 Heimniederlage für den Aufsteiger zu Ende.

Die SV Elversberg präsentierte sich abgezockter und konnte sich eine Vielzahl von Chancen erarbeiten, von denen drei Abschlüsse im Tor der Hausherren untergebracht wurden. Der SCHD zeigte sich seinerseits erneut kämpferisch stark und ließ sich auch von den Rückständen nicht beirren. Betrachtet man die Spielanteile, geht der Sieg für die SVE jedoch absolut in Ordnung.

Stimmen zum Spiel

Horst Steffen (Trainer SV Elversberg): „Es war heute eine Achterbahnfahrt da draußen. Wir konnten gut anfangen, haben das Spiel kontrolliert und schnell das 1:0 gemacht. Auch in der Folge kontrollierten wir das Spiel, ich merkte aber, dass es hier ein hartes Stück Arbeit wird. Nach dem 1:2 änderte sich das Spiel. Dreieich machte Druck und wir konnten uns auch nach dem 1:3 nicht zurücklehnen und mussten am Ende noch zittern. In der ersten Halbzeit spielten wir gut, in der zweiten Halbzeit nicht. Ich bin stolz auf die kämpferische Leistung meines Teams und nehme die drei Punkte gerne mit nach Hause.“

Rudi Bommer (Trainer SC Hessen Dreieich): „Unsere Parole vor dem Spiel war es, die Zweikämpfe aufzunehmen und den Ball zu behaupten. Das hat in der ersten Halbzeit nicht zufriedenstellend geklappt. Für mich sind die vergebenen Chancen und die Fehler schwer zu erklären. Wir sind im zweiten Durchgang viel besser ins Spiel gekommen und konnten uns offensiv verbessern. Die Tore gaben uns Selbstbewusstsein. Bitter ist, dass das 1:3 durch einen klaren Torwartfehler zustande kam. Wir stehen unten und dann kassierst du eben solche Dinger. Die Mannschaft hat den Gegner immer wieder eingeladen um weitere Tore zu erzielen. Unter dem Strich hast du nach so einer ersten Halbzeit keinen Punkt verdient.“

(bb)

  • Adolf Jörke 23. März 2019 at 21:36

    Dieser Kommentar richtet sich an alle unsere Spieler, ich hoffe das ja ein paar diesen Kommentar lesen und es den anderen dann weitersagen so das dieser Kommentar bei allen ankommt !
    Ich möchte nicht über Glück oder Unglück schreiben, denn das, wenn du unten stehst, die Murmel halt immer an den Innenpfosten geht und raus hüpft, und stehst du oben ,dann springt sie halt rein. Ist immer so und wird auch immer so bleiben.
    Ich will euch mal eine kleine Geschichte erzählen die für mich viel wichtiger ist und ich hoffe das diese euch dazu bewegt beim nächsten Spiel zu laufen und zu kämpfen bis Ihr umfallt ,der Rudi kann euch ja dann auswechseln. Den wenn ich kämpfe wie ein Löwe dann wird es der Zuschauer danken, es kommen auch wieder mehr und was das tolle an der Sache ist,plötzlich geht die Kirsche an den Innenposten,springt statt zurück, dem kämpfenten Stürmer, denn der steht ja jetzt da, ans Knie und von dort ins Tor !
    Wisst Ihr eigentlich was hier alles an euch hängt, ich kann es euch sagen, heute kam ein Parkplatzwächter zu mir und erzählte mir das alle gekündigt werden, wenn wir absteigen, verlieren Sie alle ihren Job, und die paar Euro sind für Ihn überlebenswichtig, er hat fast geweint, ich hab Ihn in den Arm genommen und Ihm Mut gemacht, das war vor dem Spiel !!
    Nicht für euch, nicht für Prämien,nicht für den SC Hessen oder irgend jemand,nein für diesen Parkplatzwächter sollte Ihr bei den nächsten Spielen kämpfen bis zum Umfallen und sollte es dann doch nicht reichen wird euch niemand etwas vorwerfen, und noch wichtiger,Ihr habt euch selbst nichts vorzuwerfen. Der arme Mann der bei Wind und Wetter vielleicht auch auf eure Autos aufpasst wird es euch danken !!!!
    Mit feundlichen Grüssen
    Adolf Jörke

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