Im Pokal ist „alles möglich“ – SC Hessen empfängt Wehen Wiesbaden

Aufstehen, weitermachen: Das ist die Devise des SC Hessen Dreieich im aktuellen Saisonendspurt. Zwischen englischen Wochen, Länderspielreisen und Arbeitsstress bleibt den Mannen um Trainer Rudi Bommer auch nichts anderes übrig, als den Blick stetig auf die kommenden Spiele zu richten. Im Hessenpokal-Halbfinale gibt es die nächste Chance für den SC Hessen Dreieich, den verkorksten Rückrundenstart mit einem kleinen Wunder aufzuhellen.

Kennst du eines, kennst du alle. Dieser Satz lässt sich wie kein zweiter auf die letzten Ergebnisse des SC Hessen Dreieich übertragen. Die 2:3-Niederlage am letzten Samstag gegen die SV Elversberg war bereits die fünfte Niederlage im Jahr 2019 mit nur einem Tor Unterschied. Doch auch wenn die Tordifferenz im Vergleich zu den übrigen Abstiegskandidaten in der Regionalliga Südwest noch relativ annehmbar aussieht, wird es mit nur vier Siegen aus 26 Spielen langsam düster im Tabellenkeller.

Ablenkung kommt da gerade recht. Mit dem Drittligisten SV Wehen Wiesbaden steht bereits der nächste Gegner in den Startlöchern, der im Hahn Air Sportpark seiner Favoritenrolle gerecht werden möchte. Im Hessenpokal-Halbfinale fehlen beiden Teams nur noch zwei Siege bis zum Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals, die der Hessenpokalsieg sichern würde.

Der Gast aus der hessischen Landeshauptstadt ist auf dem Papier jedoch alles andere als ein machbarer Gegner. Platz drei in der dritten Liga, Drittligadino und Sankt Pauli-Schreck in der ersten DFB-Pokal-Runde sind nur drei von mehreren Argumenten, die den SVWW zum absoluten Favoriten im Flutlicht des Hahn Air Sportparks machen.

Tabellendritter der dritten Liga gegen Tabellen-17. der Regionalliga-Südwest, die Verhältnisse sind klar verteilt. Dennoch möchte Trainer Rudi Bommer nichts von Chancenlosigkeit wissen:
„Wir können gegen Wehen einen vollständigen Kader aufbieten. Abassin Alikhil ist von seiner Länderspielreise zurück, was uns eine zusätzliche Möglichkeit im Mittelfeld bietet. Der Kader ist ansonsten vergleichbar mit dem gegen die SV Elversberg. Natürlich ist Wehen Wiesbaden der absolute Favorit, aber man darf nicht vergessen, wie viele Mannschaften im Pokal auch schon gestolpert sind. Mit Fortuna Düsseldorf habe ich damals drei Endspielteilnahmen am Stück gefeiert. Das zeigt, dass alles möglich ist.“

Etwas Hoffnung macht dem Trainer dabei auch die zweite Hälfte gegen die SV Elversberg vom Samstag, die klar an den Aufsteiger vom Bürgeracker ging: „Gegen Elversberg haben wir während dem Spiel drei verschiedene Systeme ausprobiert. Besonders die Variante mit der Doppelspitze in der zweiten Halbzeit hat soweit gut funktioniert. Dass halt immer jemand patzt ist nicht unbedingt gut fürs Selbstvertrauen. Das nervt! Es macht mir aber Hoffnung, dass die Jungs sich trotz der ständigen Rückschläge nicht hängen gelassen haben. Leider wurden wir nicht mehr belohnt.“

Belohnen muss sich die Bommer-Truppe jedoch bald, will man den Abstieg in die Hessenliga noch irgendwie vermeiden. Gegen Walldorf steht am Samstag bereits das erste von zwei aufeinanderfolgenden Abstiegs-Endspielen an, das für Bommer aktuell aber noch kein Thema ist: „Der Fokus liegt ganz klar erstmal auf dem Hessenpokal. Die Jungs haben sich dieses Spiel mit einem starken Auftritt in Offenbach erarbeitet. Auch da sah es für die Kickers im Vorfeld nach einer klaren Sache aus. Es wurde aber ein starker Pokalfight, der sich auch gegen Wehen wiederholen kann.“

Ein Spaziergang wird es für Wiesbaden also nicht. Das verspricht auch der Trainer: „Es ist immer ein besonderer Motivationsschub gegen Spieler wie Schäffler, Brandstetter, Diawusie oder Kyereh gegenzuhalten. Wehen hat am Wochenende ein wichtiges Spiel gegen den Karlsruher SC. Dort geht es für Wiesbaden schließlich darum, sich in den Top-Drei der Tabelle festzubeißen. Wir haben Wehen Wiesbaden beobachtet und ausgiebig analysiert. Zwischen Meisterschaft und Pokal ist es immer ein großer Unterschied.“

In die Karten schauen lässt sich das Trainergespann um Rudi Bommer und Ralf Weber wie immer nicht. Die Zuschauer müssen sich also noch etwas gedulden, bis sie schließlich wissen, welche Akteure die Chance bekommen, für den SC Hessen Dreieich einen der größten Erfolge der jungen Vereinsgeschichte perfekt zu machen.

Wie immer berichtet der SC Hessen Dreieich vom Spiel live auf Twitter (twitter.com/hessendreieich), Facebook (facebook.com/hessendreieich), Instagram (instagram.com/hessendreieich) und per Liveticker auf der vereinseigenen Homepage.

(tw)

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