Chancenwucher schlägt Effektivität: SCHD U14 bezwingt Gravenbruch mit 5:2

Die U14 des Regionalligisten war in beiden Hälften die spielbestimmende Mannschaft, verpasste es aber sich frühzeitig für ihr Engagement zu belohnen und die ruppige Partie zu entscheiden. Im ersten Durchgang kreierten die Jungs vom Bürgeracker viele Chancen und ließen den Ball durch die eigenen Reihen zirkulieren. Nichtsdestotrotz hielten die eigene Chancenverwertung sowie die eiskalt genutzten Chancen der Gäste aus Gravenbruch die Partie lange offen und führten zu einer 2:1 Halbzeitführung für die Gastgeber. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie lange ereignisarm, da die Dreieicher Buben bemüht waren, die richtige Balance zwischen Offensive und Defensive zu finden. Erst in den Schlussminuten entschied ein Doppelschlag das Spiel zugunsten der Heimelf.

Die arg dezimierten Dreieicher, die das Fehlen von drei Torhütern aufgrund von Verletzungen zu beklagen hatten, zogen die Aufmerksamkeit der Zuschauer in der fünften Minute erstmals auf sich. Im Anschluss einer Hereingabe von Mikail Tuztas aus dem Halbfeld spitzelte Dimitrije Dordevic das runde Leder ans Gebälk. Zwei Minuten später zeigten die Gäste der Spiel und Sportgemeinschaft erstmals in Persona von Conor Eckstein, dass sie nicht zum Spaß beim Tabellenvorletzten gastierten. Ecksteins strammer Schuss, in Folge einer starken Einzelaktion links im Strafraum, verfehlte das Ziel nur um wenige Zentimeter.

Zehn Minuten nachdem die Pfeife des Schiedsrichters erklungen war zappelte der Ball das erste Mal im Netz. Ein als Flanke gedachter Ball vom heute sehr agilen Tutzas segelte unglücklich über den machtlosen Gästeschlussmann Richard Singer ins Gravenbrucher Gehäuse. Dieser Führungstreffer gab den Gastgebern Aufschwung und verhalf ihnen mehr Druck auszuüben. Folgerichtig drückte Denis Crnovrsanin die Pille in der 14. Spielminute, nachdem aufgrund einer Ecke von der linken Seite durch Tuztas Tohuwabohu im Strafraum der Gäste herrschte, über die Linie zum 2:0. Danach wurde die Partie ruppiger, da Gravenbruch in Folge einer Fünfminutenstrafe kurzzeitig nur mit zehn Mann agierte.

Trotz alledem verkürzten die Gäste in der 20. Minute, da Andrei Zarnescy nach einer kurz ausgeführten Ecke von Ali Saim Hassan zu viel Platz gelassen wurde und dieser das Spielgerät humorlos ins lange Eck zirkelte. Danach rannte die Elf der Dreieicher an, um die Führung erneut auf zwei Tore auszubauen. Die Abschlüsse erwiesen sich aber oft als zu überhastet und unplatziert. Zwei Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit durfte sich die Nummer eins der Gäste auszeichnen, als sie einen strammen Flachschuss von Crnovrsanin glänzend parierte und so ihre Mannschaft im Spiel hielt. Folgerichtig ging es mit einem Halbzeitstand von 2:1 für Dreieich in die Kabine.

Die zweite Hälfte blieb zunächst ereignisarm, da die zuvor den Takt angebenden Jungs vom Bürgeracker nicht so recht wussten, ob sie auf das dritte Tor spielen sollten, oder den Gegner kommen lassen und sich auf Konter konzentrieren. Da Gravenbruch aber nicht volle Lotte nach vorne spielte, nahmen die Gastgeber das Heft des Handelns erneut in die Hand und entzückten jene, die es mit den Jungs in Rot halten in der 42. Minute erneut. Tutzas schlug eine maßgeschneiderte Flanke auf den ersten Pfosten, wo Dordevic stand und zum 3:1 einnickte. Wer jetzt dachte, dass Gravenbruch geschlagen war, befand sich auf dem Holzweg.

Abermals beweisen die Gäste ihre gnadenlose Effektivität, als Zarnescy einen Freistoß von der linken Seite humorlos direkt verwandelte und so die Partie wieder offen gestaltete. Eine Aufholjagd wurde dennoch von den eigenen Mannen zerschlagen, da David Vasic in der 60. Minute die zweite Fünfminutenstrafe der Partie erhielt und so seinem Team einen Bärendienst erwies. Dennoch verpasste es der Sportclub, den Sack frühzeitig zuzumachen. Nach 64 Minuten hielt erneut Singer sein Team im Spiel, als er einem gut platzierten Schuss vom eingewechselten Mikail Yüksek, der den Ball durch Ivan Davidovic von der linken Seite bekam, sehenswert das Passieren der Torlinie verweigerte.

Erst vier Minuten vor dem Ende konnten sich die SCHD-Anhänger allmählich den Angstschweiß von der Stirn wischen, da der ebenfalls eingewechselte Konstantin Petrovic freistehend vor Singer keine Probleme hatte, den Ball im Tor unterzubringen, nachdem er diesen durch einen tollen Schnittstellenpass von Yüksek erhielt. Nur zwei Minuten später setzte der Kapitän Mirza Ljuca mit einem gut platzierten Kopfball in Folge eines Eckstoßes von Yüksek auf den kurzen Pfosten den Schlusspunkt in einer lange spannenden Begegnung. Unrühmlicher Höhepunkt war ein Platzverweis für Gästespieler Vasic aufgrund einer Beleidigung nach dem Schlusspfiff.

Nächsten Samstag empfängt die U14 des SCHD den 1.FC Langen am Bürgeracker und kann mit einem Sieg am Kontrahenten vorbeiziehen sowie auf Rang zwölf springen. Gravenbruch erwartet in einer Woche den fünftplatzierten JFV Hainburg-Seligenstadt auf heimischem Terrain.

(lm)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.