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Nichts mehr zu verlieren in Ulm – SCHD zu Gast in der Münsterstadt

Befreit aufspielen und schauen was möglich ist. Das ist das Motto des SC Hessen Dreieich in den verbleibenden Spielen der Rückrunde. Mit dem SSV Ulm empfängt eine spielstarke Mannschaft den SCHD-Tross im Donaustadion, wenngleich auch die Saison der „Spatzen“ einen Makel aufweist.

Es war ein bitterer Abend für die Kicker des SC Hessen Dreieich am vergangenen Freitag. Unter dem neuen Trainer Volker Becker überzeugten die Rot-Weißen lange Zeit mit erfrischendem Offensivfußball, verpassten aber das zweite Tor und unterlagen nach dem Ausgleich kurz vor dem Halbzeitpfiff gegen Keller-Mitkonkurrent FSV Mainz 05 II letztlich mit 1:3. Das Spiel stand dabei sinnbildlich für die diesjährige Saison, in welcher es der SC Hessen Dreieich mehrmals verpasste, eine gute Leistung mit Toren und dem ein oder anderen Punktgewinn zu krönen.

Sage und schreibe acht Punkte verspielte der SC Hessen diese Saison in der Schlussviertelstunde. Nur einmal – beim späten 1:1-Unentschieden gegen Worms – konnte sich die Elf vom Bürgeracker für ihren aufopferungsvollen Kampf belohnen. Das beste Beispiel für diesen Fakt lieferte das Hinspiel gegen den SSV Ulm. Bis in die 83. Spielminute führte Dreieich sicher mit 2:0, doch ein Elfmeter von Rathgeber und ein Eigentor von Dominic Rau in der letzten Minute ließen den SCHD nicht über ein 2:2 hinauskommen.

Im Rückspiel am Donauufer soll nun alles anders werden. Mit nur 19 Punkten ist der SC Hessen Dreieich mittlerweile auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht und hat nun nichts mehr zu verlieren. Zumal die Zeichen für Kellerkinder in der Münsterstadt gar nicht so schlecht stehen.

Sowohl Mainz als auch Worms konnten gegen die „Spatzen“ bereits dreifach punkten. Gegen die anderen Gegner aus dem unteren Tabellendrittel siegte Ulm stets knapp oder beendete das Match mit einer Punkteteilung. Ebenfalls könnte die Frische dem SCHD in die Karten spielen, da Ulm unter der Woche noch im Landespokal antreten musste und somit weniger Regenerationszeit vorzuweisen hat. Aussichtslos ist es also nicht für den SC Hessen Dreieich, wenn es am Samstag im Donaustadion zum Aufeinandertreffen zwischen beiden Mannschaften kommt.

Auch Cheftrainer Volker Becker sieht den SCHD nicht unbedingt chancenlos: „Nachdem die Köpfe ja doch ziemlich stark hingen nach dem letzten Spiel, in dem wir gut waren und erneut durch Pech verloren haben, ging es ab Dienstag wieder aufwärts. Die Jungs haben super trainiert, die Stimmung ist nach wie vor gut, sogar sehr gut. Wir werden den Kader gegen Ulm, auch bedingt durch die ein oder andere Verletzung, bewusst verjüngen, es werden alle unserer U23-Spieler im Kader stehen. Wir reisen ja schon einen Tag vor dem Spiel an und wollen uns an diesem Wochenende nicht wie ein Tabellenletzter präsentieren, wohlweißlich, dass es schwer wird dort. Trotzdem: Wenn wir einen Punkt mitnehmen von dort, nehmen wir ihn gerne mit.“

Wen Becker für die Startelf aus dem Hut zaubern wird, ließ der Chefcoach offen. Überraschungen wie gegen Mainz, als Kevin Pezzoni plötzlich als zweite Spitze neben Tino Lagator agierte, sind allerdings nicht ausgeschlossen.

Wie immer berichtet der SC Hessen Dreieich vom Spiel live auf Twitter (twitter.com/hessendreieich), Facebook (facebook.com/hessendreieich), Instagram (instagram.com/hessendreieich) und per Ticker auf der vereinseigenen Homepage.

(tw)

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