Kreuz und quer durchs Hessenland (1)

Nach einem Jahr in der Regionalliga Südwest geht es für den SC Hessen Dreieich ab Ende Juli in der LOTTO-Hessenliga wieder auf bekanntes Terrain. In Hessens Eliteklasse warten erneut attraktive und geschichtsträchtige Mitbewerber auf den SCHD, die zum Teil auf eine glorreiche Vergangenheit und schöne Spiele in großen Stadien zurückblicken. In unserer Serie „Kreuz und quer durchs Hessenland“ stellen wir die Konkurrenten der kommenden Runde genauer vor. Den Beginn machen die Aufsteiger SV Neuhof, TuS Dietkirchen und der FC Hanau 1893.

SV Neuhof

Am Rande des Kaliberges nur rund 15 Kilometer südwestlich von Fulda liegt die rund 11.000 Einwohner starke Gemeinde Neuhof, in der mit dem ortsansässigen SV erstmals seit 60 Jahren wieder Hessenliga gespielt wird. Angesichts dieses neuen Abenteuers in Hessens Eliteklasse ist der Klassenerhalt das einzig ausgegebene Ziel der Truppe um Trainer Valentin Plavcic, die sich in der Aufstiegsrelegation zur Hessenliga als Gruppenerster vor der TUS Dietkirchen und dem Hanauer FC durchsetzte. Auf der heimischen (3.000 Zuschauer fassenden) Glückaufkampfbahn soll die Mission Klassenerhalt in die Tat umgesetzt werden. Mit Baris Özdemir von Konkurrent FC Hanau 1893 konnte der SVN ein bekanntes Gesicht aus dem Rhein-Main-Gebiet nach Osthessen lotsen, der mithelfen soll, die Ziele der Neuhöfer in der neuen Saison zu erreichen.

TuS Dietkirchen

Wir fahren vom östlichen ins westliche Hessenland, um am Rande der Lahn und im Angesicht des Limburger Doms zum nächsten Relegationsaufsteiger zu gelangen. Der Limburger Stadtteilverein TuS Dietkirchen darf sich ebenfalls seit Anfang Juni Hessenligist nennen und holte nach einem der größten Erfolge der Vereinsgeschichte mit dem Kreispokal gleich zwei Titel innerhalb von nur wenigen Tagen. Auch bei der TuS dürfte der Klassenerhalt als großes Saisonziel ausgegeben werden, wenngleich man am heimischen „Reckenforst“ im Hessenpokal auch den einen oder anderen großen Gegner ärgern dürfte. Verlassen kann sich Trainer Thorsten Wörsdörfer dabei wohl auch auf die Dienste von Torwart Raphael Laux, der in der Hessenliga-Aufstiegsrunde gegen Hanau sein Team mit mehreren sehenswerten Paraden zum Sieg verhalf.

FC Hanau 1893

Fast zu Hause angekommen machen wir nochmal einen kurzen Abstecher in die Brüder-Grimm-Stadt Hanau, die am östlichen Rand des Rhein-Main-Gebietes insgesamt 93.000 Menschen ein Zuhause bietet. Besser spät als nie qualifizierte sich der dort beheimatete FC 1893 nach dem Rückzug des FSC Lohfelden Mitte Juni doch noch für die Hessenliga, wenngleich man als Tabellenletzter der Aufstiegsrunde zuvor schon alle Hoffnungen auf eine Rückkehr in Hessens Oberhaus aufgegeben hatte. Hessens ältester Fußballclub möchte dabei wieder an die großen Erfolge der Vergangenheit anknüpfen, als der Verein unter anderem Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem der großen Titelanwärter der süddeutschen Meisterschaften zählte, insgesamt elf Jahre zweitklassig spielte und mehrmals im DFB-Pokal vertreten war. Allerdings dürfte auch bei den „93ern“ auf der 800 Zuschauer fassenden Heinrich-Sonnrein-Anlage der Klassenerhalt in der Hessenliga die höchste Priorität genießen. Hoffen dürfen die SCHD-Fans beim Aufeinandertreffen in der Hessenliga auf die ehemaligen Dreieicher-Spieler Jörn Kohl, Christian Fischer und Velibor Velemir, die zwar teilweise schon seit mehreren Jahren das schwarz-weiße Trikot überstreifen, anders als Dreieichs Regionalliga-Verteidiger Ljubisa Gavric aber noch nicht für die neue Runde bestätigt wurden. Auch ehemalige Legenden von Eintracht Frankfurt fühlen sich in Hanau zuhause. Neben Trainer und Ex-Frankfurter Michael Fink spielten in der vergangenen Saison Ervin Skela und Daniyel Cimen für die Hanauer, die mit geballter Fußballprominenz durch die Ligen reisen und stets von ihrem treuen sowie lautstarken Supporter-Trupp begleitet werden.

(tw)

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