Kreuz und quer durchs Hessenland (4)

Nach einem Jahr in der Regionalliga Südwest geht es für den SC Hessen Dreieich ab Ende Juli in der LOTTO-Hessenliga wieder auf bekanntes Terrain. In Hessens Eliteklasse warten erneut attraktive und geschichtsträchtige Mitbewerber auf den SCHD, die zum Teil auf eine glorreiche Vergangenheit und schöne Spiele in großen Stadien zurückblicken. In unserer Serie „Kreuz und quer durchs Hessenland“ stellen wir die Konkurrenten der kommenden Runde genauer vor. Weiter geht es mit dem Dreierpack SC Waldgirmes, FC Eddersheim und dem KSV Baunatal.

SC Waldgirmes

Im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis, wenige Kilometer von Gießen entfernt, liegt die Gemeinde Lahnau, in deren 3.200-Seelen-Ortsteil Waldgirmes seit gut zwei Jahren wieder Hessenliga-Fußball angeboten wird. Der dort beheimatete SC Waldgirmes ist bis dato mit wenigen Unterbrechungen insgesamt zwölf Jahre in der Hessenliga vertreten und erreichte in der Saison 2008/2009 mit dem Hessenmeistertitel den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Aufgrund von nicht umsetzbaren Anforderungen rund um das 2.000 Zuschauer fassende „Stadion in den Lahnauen“ verzichtete der SCW auf den Regionalliga-Aufstieg und gewährte damals dem FC Bayern Alzenau den Vorzug. Auch der SC Hessen Dreieich spielte in der Saison 2017/2018 gegen den damals stark aufspielenden mittelhessischen Aufsteiger und erzielte mit dem 7:1-Sieg im Hahn Air Sportpark einen der größten Achtungserfolge der Vereinsgeschichte. In der kommenden Saison hofft die Mannschaft um Trainer Otmar Velte auf eine Platzierung im vorderen Mittelfeld, wenngleich auch eine noch größere Überraschung für das ehemalige Team des Karlsruhers Dominik Stroh-Engel nicht ausgeschlossen scheint.

FC Eddersheim

Schön am Main unter hohen Bäumen gelegen ist der „Sportplatz Mönchhofstraße“ oder „Sportplatz an der Staustufe“ im Hattersheimer Stadtteil Eddersheim, wo der FC Eddersheim nach einem starken 8. Platz im nächsten Jahr erneut Hessenligafußball auf das satte Grün bringt. 4.000 Zuschauer finden rund um das Spielfeld im 5.000 Einwohner großen Stadtteil einen Platz und hoffen auf ähnlich große Erfolge wie den zweimaligen Aufstieg in die Hessenliga in den Jahren 2012 und 2018. In der neuen Saison gelten der Klassenerhalt und das Erreichen eines Mittelfeldplatzes für Eddersheim als vordergründiges Ziel. Dennoch könnte die Mannschaft von Trainer Rouven Leopold eine noch größere Überraschung werden. Dies soll mit dem ehemaligen Dreieicher Daniel Henrich sowie den beiden offensiven Kräften Anthony Wade und Turgay Akbulut gelingen, die ihre starke Form der vergangenen Saison unbedingt bestätigen möchten.

KSV Baunatal

Im Norden unseres Bundeslandes, ein paar wenige Kilometer von Kassel entfernt, liegt eingebettet im Habichtswälder Bergland die 27.700-Einwohner-Stadt Baunatal, in der sich der KSV seit nunmehr 127 Jahren heimisch fühlt. Drei Jahre in der 2. Bundesliga zwischen 1976 und 1979 und zwei Spielzeiten in der Regionalliga Südwest kann der KSV bis heute verbuchen. Ein weiteres großes Highlight steht für die Mannschaft von Trainer Tobias Nebe allerdings auch in der neuen Saison an, wenn am 10. August um 18:30 Uhr der VfL Bochum vor 7.578 Zuschauern im altehrwürdigen Baunataler Parkstadion gastiert und um den Einzug in die zweite DFB-Pokalrunde zittern muss. Erreicht wurde das Highlightspiel durch den Einzug des KSV ins Hessenpokalfinale, das gegen den bereits qualifizierten Zweitligisten und Halbfinalgegner des SCHD SV Wehen Wiesbaden allerdings deutlich mit 1:8 verloren wurde. Dennoch hofft das Team sowohl im DFB-Pokal als auch in der Hessenliga auf eine Überraschungssaison, die mit den Pokaleinnahmen nicht unwahrscheinlicher werden dürfte.

(tw)

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