Startschuss für den Neuanfang – SCHD mit Flutlicht-Auftakt in Bad Vilbel

Die lange Zeit des Wartens ist vorbei: Für den SC Hessen Dreieich wird es am Freitag wieder ernst, wenn um Punkt 19:30 Uhr auf dem Nidda-Sportfeld in Bad Vilbel für die Jungs vom Bürgeracker die diesjährige Pflichtspielsaison angepfiffen wird. Mit nicht weniger als 14 neuen Gesichtern und einem neu zusammengestellten Trainerteam soll gegen die Grün-Weißen aus der Wetterau der Dreieicher Neuanfang in der Hessenliga eingeläutet werden.

Zehn Wochen sind vergangen, seit am 18. Mai 2019 im saarländischen Völklingen der Abpfiff der Pflichtspielsaison 2018/2019 für den Regionalliga-Neuling aus Dreieich ertönte. In einer kämpferisch überzeugenden Partie unterlag der Aufsteiger dem Tabellenzweiten 1.FC Saarbrücken mit 1:3 und verabschiedete sich erhobenen Hauptes aus seiner Premierensaison in der Regionalliga-Südwest. Seither hat sich das Gesicht der damaligen Mannschaft sichtbar gewandelt. Eine bestehende Basis von zehn etablierten Spielern wurde in der Sommerpause um 14 neue Spieler und ein komplett neues Trainergespann ergänzt und damit offiziell eine neue Ausrichtung am Bürgeracker eingeläutet.

Wenig verwunderlich, dass während der Vorbereitung noch nicht alle Abläufe sofort harmonierten und auch wie bei der 4:4-Testspielachterbahn gegen den Odenwälder Verbandsligisten aus Unter-Absteinach das eine oder andere vermeidbare Gegentor hingenommen werden musste.

Gute vier Wochen später hat sich das spielerische Bild an der Lettkaut sichtbar gewandelt. Während man der harten Gangart des Nachbarn aus Urberach mit einer überzeugenden Offensivleistung trotzen konnte, wurde die Generalprobe gegen den Wormser Oberligisten aus Pfeddersheim durch eine effektive zweite Halbzeit gar mit 5:2 gewonnen. Besonders hervorstechen konnte dabei Neuzugang Varol Akgöz, der seine Stürmerqualitäten unter Beweis stellte und insgesamt vier Treffer zum Erfolg mitsamt lupenreinem Hattrick in Halbzeit zwei beitragen konnte. „Varol ist ein Grenzgänger zwischen Genie und Wahnsinn, er wird auch Spiele haben, in denen er weniger auffällig ist. Aber er ist ein Typ, der jedes Spiel entscheiden kann. Er hat den Torriecher und den Überraschungsmoment. Dafür haben wir ihn geholt, auch wenn er nicht der brutalste Arbeiter ist“, weiß Chefcoach über seine in den Testspielen überzeugende Sturmspitze zu berichten.

Insgesamt zeigt sich Schmidt mit der Vorbereitung mit einer komplett neuen Mannschaft voll zufrieden: „Grundsätzlich wollen wir eine hohe Stabilität herstellen mit ebenso hoher spielerischer Komponente nach vorne. Fakt ist, dass wir im Laufe der Vorbereitung vorne und hinten zugelegt haben. Die Vorbereitung stimmt mich positiv, auch wenn wir noch nicht ganz bei hundert Prozent sind, was wir auch im Spiel gegen Pfeddersheim, übrigens eine Top-Mannschaft mit starken Qualitäten, gesehen haben. Klar, wir haben hoch gewonnen und hätten noch höher gewinnen können, aber auch Pfeddersheim hatte noch einige brandgefährliche Chancen. Wir wollen in der eigenen Hälfte gegnerische Chancen minimieren, das Risiko in der Defensive verringern. Vorne hingegen dürfen die Jungs gerne volles Risiko gehen, solange sie es mit hoher Intensität und Überzeugung tun“.

Doch alle Erfolge der Vorbereitung spielen am Freitag höchstens eine minimale Nebenrolle. Gegen den Gegner des FV Bad Vilbel muss die Schmidt-Truppe ihr Können auch im Pflichtspielmodus unter Beweis stellen. Dabei treffen die Jungs vom Bürgeracker auf einen Gegner, der es letzte Saison auf heimischen Rasen sowohl dem Primus aus Gießen als auch den Gegnern aus Alzenau und Kassel mehr als schwer machte und seine wenigen Chancen eiskalt nutzte, weswegen Coach Schmidt den Auftaktgegner genauestens unter die Lupe genommen hat: „Bad Vilbel haben sowohl Sven Kunisch als auch ich in der Vorbereitung beobachtet und haben auch schon letzte Saison einiges von ihnen gesehen. Letztes Jahr spielten sie ein 3-4-3, jetzt spielen sie vermehrt im 4-3-3-System. Wir bereiten uns auf beide Grundformationen vor und müssen am Spieltag sehen, was Bad Vilbel auf den Platz bringen will und unsere Jungs so einstellen, dass wir in jedem Fall Antworten parat haben.“

Der SC Hessen muss gegen die Kurstädter als eher tiefstehenden Gegner am Freitagabend also hellwach sein, damit der Neuanfang gleich mit einem positiven Resultat eingeläutet werden kann. Anpfiff auf dem Nidda-Sportfeld (Am Sportfeld, 61118 Bad Vilbel) ist am Freitag, den 26. Juli 2019 um 19:30 Uhr. Der SC Hessen Dreieich berichtet wie immer live von der Partie über die Social Media-Kanäle Facebook, Twitter und Instagram sowie per Liveticker auf der vereinseigenen Homepage.

(tw)

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