„Die Qualität haben die Jungs alle“ – SC Hessen empfängt den FSV Fernwald

Gradmesser unter Flutlicht: Wenn am Samstag um 18 Uhr der Anpfiff zum 7. Spieltag der LOTTO-Hessenliga ertönt, geht es für den SC Hessen Dreieich bereits in das erste richtungsweisende Spiel des Jahres. Gegen den Tabellenletzten FSV Fernwald muss nach nur einem Punkt aus den letzten vier Spielen die Trendwende eingeleitet werden, damit die Jungs vom Bürgeracker sich nicht im Keller der Hessenliga festsetzen. Trainer Lars Schmidt blickt indes kämpferisch auf das Duell zwischen dem Tabellen-15. und dem 18. voraus.

Wieder keine Punkte: Mit dem 2:3 bei Aufsteiger TuS Dietkirchen findet sich der SC Hessen Dreieich seit dem vergangenen Wochenende im Abstiegskampf der LOTTO-Hessenliga wieder und steht im Duell gegen den FSV Fernwald am Samstag in der Bringschuld. Dabei waren die Auftritte des SCHD keinesfalls schlecht, was Trainer Schmidt vor dem Duell mit den Mittelhessen deutlich unterstreicht: „Von den Ergebnissen ist es absolut nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Wir haben aktuell sehr viel Ballbesitz in den Spielen und halten uns häufig rund um den gegnerischen Sechszehner auf. Das sieht alles ganz produktiv aus, aber Fakt ist, dass wir in der Endzone die Durchschlagskraft vermissen lassen. Wir haben die Möglichkeiten, aber ich habe oft nicht das Gefühl, dass wir diese mit einer hohen Vehemenz auch nutzen wollen. Im Gegenzug bauen wir den Gegner dann mit individuellen Fehlern auf, die bei einer Mannschaft mit einer Siegesserie nicht passieren. Wir müssen schauen, dass wir uns nun dort raus arbeiten. Die Qualität dazu haben die Jungs alle.“

Auch Gegner Fernwald ist nicht optimal in die Saison gestartet. Mit null Punkten und einem Torverhältnis von 9:22 rangiert der Aufsteiger aktuell auf dem letzten Tabellenplatz. Dennoch warnt Trainer Schmidt vor einer täuschenden Platzierung und der Qualität des Gegners aus Mittelhessen: „Mit Szymanski, Völk, Bartheld und Goncalves hat Fernwald viele Spieler im Kader, die schon seit einer langen Zeit in der Oberliga spielen. Es ist eine Mannschaft mit einer hohen Qualität, die aber ähnlich wie wir Probleme hatte passend in die Saison reinzukommen. Auch sie hatten in ihren Spielen mit vielen individuellen Fehler von erfahrenen Spielern zu kämpfen und haben dementsprechend ihre Punkte ebenfalls nicht geholt.“

Der jungen SCHD-Truppe steht somit eine schwierige Aufgabe bevor. Dennoch bleibt der erste Pflichtspiel-Heimsieg 2019 ein angepeiltes Ziel der Jungs vom Bürgeracker: „Wir arbeiten täglich mit den Jungs zusammen und ich bin mir tausend prozentig sicher, dass die Spieler den Bock endlich umstoßen wollen. Ich habe nicht das Gefühl, dass sich jemand rausnimmt oder gehen lässt. Das große Selbstvertrauen ist nach der aktuellen Lage selbstverständlich nicht so da, aber die Jungs wollen gewinnen und das ist für mich das alles Entscheidende. Wenn das Engagement weiterhin  stimmt und wir die Fehler minimieren, werden wir das Spiel gewinnen.“

Definitiv verzichten muss der Trainer im Flutlichtspiel auf den Einsatz seines Außenverteidigers Marc Nopp, den nach seinem Startelfdebüt gegen Bad Vilbel eine Entzündung am Fuß plagt. Er hat nun absolute Ruhe verschrieben bekommen und muss dementsprechend pausieren. Ebenfalls nicht dabei sind die beiden afghanischen Nationalspieler Zubayr Amiri und Abassin Alikhil, die sich mit ihrer Nationalmannschaft auf Länderspielreise befinden. Hoffnung auf einen Einsatz macht sich der Trainer indes bei seinem Stürmer Varol Akgöz, der sich ebenfalls im Spiel gegen Bad Vilbel die Hand gebrochen hatte und unter der Woche mit einer Manschette trainierte. Bei ihm muss hingegen die Belastungssituation aus dem Abschlusstraining abgewartet werden. Ob auch der eine oder andere Neuzugang am Samstag auf dem Platz stehen wird, ließ der Trainer offen. Die Fans werden sich also noch etwas gedulden müssen, um dann Klarheit in der Frage zu bekommen, wer von Beginn an in den Keller-Krimi unter Flutlicht gehen wird.

Anpfiff im Hahn Air Sportpark ist am Samstag, den 7. September 2019 um 18 Uhr. Der SC Hessen Dreieich berichtet von der Partie wie immer live über die Social Media-Kanäle Facebook, Twitter und Instagram sowie per Liveticker auf der vereinseigenen Homepage.

(tw)

 

 

 

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